Unklare Machtverhältnisse in Berlin belastet weiter
Euro kaum erholt

dpa-afx FRANKFURT. Belastet von den weiterhin unklaren politischen Machtverhältnissen in Deutschland hat der Euro am Dienstag kaum Boden gut gemacht. Die Gemeinschaftswährung kostete am Dienstagnachmittag 1,2 158 Dollar, nachdem er am Montag nach der Bundestagswahl bis auf 1,21 Dollar abgerutscht war. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,2 154 (Montag: 1,2 139) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8 228 (0,8 238) Euro.

"Solange die Hängepartie bei der Regierungsbildung in Berlin anhält, muss man als Investor nicht unbedingt den Euro haben. Da gibt es interessantere Währungen", sagte Devisenexperte Carsten Fritsch von der Commerzbank. Er sieht den Euro auch in den kommenden Tagen unter Druck.

Für Bewegung am Devisenmarkt dürfte die für Dienstagabend erwartete Zinsentscheidung der amerikanischen Notenbank sorgen. Beobachter rechnen damit, dass die Federal Reserve ihren Leitzins zum elften Mal in Folge um 0,25 Punkte auf dann 3,75 Prozent anhebt. Wegen der milliardenschweren Schäden durch den Wirbelsturm "Katrina" spekulieren einige Experten darauf, dass die Notenbank anschließend eine Pause bei den Zinserhöhungen andeutet, um die Konjunktur zu stützen. Dies würde den Dollar belasten, der bei steigenden Zinsen an Attraktivität gewinnt.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,6 734 (0,6 728) britische Pfund , 135,43 (135,31) japanische Yen und 1,5 524 (1,5 511) Schweizer Franken fest.

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