Unsicherheit über Fed-Politik
Euro steigt erstmals über 1,43 Dollar

dpa-afx FRANKFURT. Der Kurs des Euro ist am Donnerstag erstmals über 1,43 Dollar geklettert. Die Gemeinschaftswährung stieg am frühen Nachmittag bis auf 1,4 304 Dollar und damit auf einen Rekordstand. Anschließend gab der Euro leicht auf 1,4 291 Dollar nach.

Der Devisenmarkt realisiere zunehmend, dass "der Dollarraum kein guter Platz ist, sein Geld zu lassen", sagte Devisenexperte Rainer Sartoris von HSBC Trinkaus & Burkhardt. Die Immobilienschwäche in den USA halte an, gleichzeitig lasse der Inflationsdruck nicht nach. Die Unsicherheit darüber, wie die US-Notenbank in diesem Spannungsfeld handele, belaste den Dollar zusätzlich.

Die überraschend schwachen Daten vom Häusermarkt der USA vom Vortag hätten nachgewirkt, sagten Händler. Sowohl die Hausbaubeginne als auch die Baugenehmigungen waren nach Angaben des US-Handelsministeriums deutlich stärker als erwartet gesunken. Die Daten belegten, dass die US-Immobilienkrise in den USA noch nicht überstanden sei, hieß es. Dies nähre Zweifel an der weiteren Entwicklung der US-Konjunktur und stütze Spekulationen über eine weitere Zinssenkung der US-Notenbank im laufenden Jahr.

Am Donnerstag stehen laut Experten weitere US-Konjunkturdaten im Blickpunkt, während in der Eurozone nur wenige Konjunkturdaten veröffentlicht werden. In den USA stehen am Nachmittag die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, der Sammelindex der Frühindikatoren und die monatliche Konjunkturumfrage der Notenbank von Philadelphia (Philly-Fed-Index) auf der Agenda.

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