Unsicherheitsfaktor: Chinesische Nachfrage
Experten: Rohstoffpreise bleiben vorerst hoch

Nach Einschätzung führender europäischer Wirtschaftsforschungsinstitute werden die von der starken Nachfrage aus China angetriebenen Rohstoffpreise werden in den nächsten Monaten wohl kaum sinken.

HB BERLIN. Die Rohstoffkosten könnten bis Mitte nächsten Jahres hoch bleiben, da die Ausweitung der Produktionskapazitäten einige Zeit in Anspruch nehme, erklärte die Vereinigung Europäischer Konjunkturinstitute (AIECE) am Donnerstag. „Kurzfristig dürften die Rohstoffpreise daher hoch bleiben.“ Nach Angaben von AIECE verbraucht China derzeit 40 % der Weltproduktion an Kohle, 25 % der Stahl- und Nickelproduktion und fast 20 % der weltweiten Produktion von Aluminium. Hintergrund ist der Wirtschaftsboom im bevölkerungsreichsten Land der Erde.

„Die größte Unsicherheit für das Jahr 2005 betrifft die Entwicklung der chinesischen Nachfrage und den Kurs des US-Dollars“, erklärte die Arbeitsgruppe Rohstoffe der AIECE. So scheine sich China in einigen Sektoren der Sättigungsgrenze zu nähern. Die hohen Rohstoffpreise könnten nach Einschätzung von Experten die weltweite Konjunkturerholung dämpfen. So verteuerte sich etwa ein Fass Rohöl seit dem letzten Tiefpunkt Anfang 2002 auf Dollar-Basis binnen zwei Jahren um 70 %, bei Kupfer waren es 100 % und bei Nickel sogar 126 %.

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