Unter Druck
Euro fällt unter 1,25 Dollar

Der Euro kostet weiterhin so wenig wie zuletzt vor über zwei Jahren: Am Montag bleibt er unter 1,25 US-Dollar. Die schwache Konjunktur im Euroraum und die Lage in den USA erhöhen den Druck auf die Gemeinschaftswährung.
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Frankfurt/MainDer Euro ist am Montag zum Dollar gesunken. Zeitweise fiel die europäische Währung zum Greenback auf ein Zweijahrestief, zuletzt notierte sie 0,2 Prozent leichter bei 1,2500 Dollar. Für einen Dollar mussten 0,8004 Euro gezahlt werden.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Freitagmittag auf 1,2524 Dollar festgesetzt. Zurzeit kostet der Euro so wenig wie zuletzt im August 2012. Dass der Euro in den letzten Wochen wieder unter Druck steht, führen Experten sowohl auf die schwache Konjunktur im Währungsraum als auch auf die robuste Lage in den USA zurück.

Große Bedeutung kommt der Geldpolitik zu: Während die EZB auf eine zusätzliche Lockerung zusteuert, dürfte die US-Notenbank Fed im kommenden Jahr mit Zinsanhebungen beginnen. Absehbar steigende Zinsen erhöhen die Attraktivität einer Währung.

Der Dollar profitierte in Relation zu Euro und Yen vor allem von den divergierenden geldpolitischen Aussichten der US- Notenbank gegenüber der EZB und der Bank of Japan.

„Unser Basisszenario ist, dass der US-Dollar vor einer Phase zyklischer Stärke von hier aus bis zum Ende 2015 steht”, sagte Sue Trinh, eine leitende Devisenstrategin bei der Royal Bank of Canada in Hongkong. “Die Ankündigung der Bank of Japan am Freitag war ein bisschen wie eine Bombe.”

Vor dem Wochenende hatte die japanische Notenbank bekanntgegeben, dass sie die monetäre Basis jährlich um 80 Billionen Yen von zuvor 60 bis 70 Billionen Yen ausweiten will. Daraufhin rutschte der Yen um bis zu drei Prozent zum Dollar auf den tiefsten Stand seit sieben Jahren ab. Am Montag gab der Yen 1,3 Prozent zum Dollar auf 113,84 Yen ab. Zum Euro verlor der Yen 1,12 Prozent auf 142,27 Yen. Der Schweizer Franken war zum Euro bei 1,2055 Franken wenig verändert. Gegenüber dem Dollar gab die eidgenössische Devise um 0,2 Prozent auf 96,45 Rappen nach.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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Bloomberg / Nachrichtenagentur

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