US-Arbeitsmarktdaten
Rohölpreis zieht an

Auch die Unruhen in Ägypten sind für einen steigenden Ölpreis verantwortlich. Die positiven Konjunkturdaten beflügeln das Rohöl – die Goldpreise fallen hingegen.
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Die Furcht vor einem stockenden Nachschub hat den Preis für Rohöl am Montag weiter in die Höhe getrieben. Die richtungweisende Nordsee-Sorte Brent stieg um bis zu 0,3 Prozent und war mit 108,04 Dollar je Barrel so teuer wie zuletzt Anfang April. Aufgrund einsetzender Gewinnmitnahmen drehte der Terminkontrakt anschließend leicht ins Minus und notierte 0,3 Prozent schwächer bei 107,44 Dollar. Das US-Öl WTI kletterte zeitweise auf ein 14-Monats-Hoch von 104,12 Dollar je Barrel.

Die jüngsten Unruhen in Ägypten nach dem erzwungenen Abtritt des Präsidenten Mohamed Mursi schürten die Besorgnis, dass die Lieferungen im Nahen Osten unterbrochen werden könnten. Der britische Ölkonzern BP hat bereits Mitarbeiter aus Ägypten abgezogen. Überdies waren am Freitag die geldpolitisch bedeutsamen Arbeitsmarktzahlen überaus positiv ausgefallen, was auf eine fortschreitende Konjunkturerholung in den USA hindeutete.Ein weiteres Risiko sei das Überschwappen der Proteste auf ölproduzierende Nachbarländer. Vor diesem Hintergrund sei vorerst kein größerer Preisrückgang zu erwarten, sagte Analyst Ben Le Brun von OptionsXpress.

Gold verbilligte sich am Kassamarkt um 0,2 Prozent auf 1221,18 Dollar je Barrel. Das Edelmetall war angesichts der Erwartungen einer besseren US-Konjunktur und einer Reduzierung der geldpolitischen Impulse der Fed weniger gefragt.

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Kommentare zu " US-Arbeitsmarktdaten: Rohölpreis zieht an"

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  • Der alte Artikel (mit Kommentar) ist wenigstens noch da:

    http://www.handelsblatt.com/finanzen/rohstoffe-devisen/rohstoffe/rohstoffe-turbulenzen-in-aegypten-beeinflussen-oelpreis/8469360.html

  • Ja was denn nun? Gerade war es ein Artikel mit "Ägypten ist am Ölpreis schuld". Da habe ich einen längeren Kommentar eingestellt, der über die mittelfristige Manipulation des Ölpreises ging, damit die US-Frackingblase gestützt wird (die bei einem niederen Ölpreis nicht "wettbewerbsfähig" wäre und auf die sich die GANZE US-Aufschwung-Propaganda stützt) und schon ist der Artikel mit der Ägyptenüberschrift weg und erscheint praktisch identisch, nur mit anderer Überschrift und OHNE diesen offenbar unliebsamen Kommentar. IST DAS QUALITÄTSJOURNALISMUS?

    Damit habt ihr in meinen Augen eine Bestätigung für diese Vermutungen geliefert. Die USA haben also den Ölpreis hochmanipuliert, damit sie weiterhin ihre FRACKINGBLASE betreiben können - sowie ihren AUFSCHWUNGMYTHOS und POTEMKINWIRTSCHAFT weiterführen (und natürlich gleichzeitig noch die Konjunktur in Euroland und China abwürgen).
    Das ist äußerst praktisch, wo doch gerade die feindliche Übernahme der EUdSSR als "Freihandelszone" ansteht.

    Danke liebes HB für diese Info. Man muß Euch eben nur richtig lesen können, dann steht alles drin!

  • "Gold verbilligte sich am Kassamarkt um 0,2 Prozent auf 1221,18 Dollar je Barrel."

    Würde gerne einen Barrel Gold kaufen zu US$ 1221,18 ! Vielleicht sogar mehrere, dann wäre ich saniert...

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