US-Benzinbeständen überraschend niedrig
Ölpreise sinken weiter

Die Ölpreise sind am Mittwoch wegen eines zunächst erwarteten Anstiegs der US-Bestände weiter gesunken. Allerdings stellte sich am Nachmittag überraschend heraus, dass der Spritvorrat in den Vereinigten Staaten zurückgegangen ist.

HB NEW YORK/LONDON/WIEN. Ein Barrel der US-Sorte WTI wurde mit 67,32 Dollar gehandelt. Das waren 45 Cent weniger als zum Handelsschluss am Vortag. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur August- Auslieferung war bis zum Mittag um 31 Cent auf 69,86 Dollar gefallen.

Die derzeit besonders beachteten Vorräte an Benzin sanken um 0,7 Millionen auf 202,6 Millionen Barrel, teilte das US-Energieministerium am Mittwoch in Washington mit. Experten hatten mit dem Gegenteil gerechnet. Auch die Bestände an Destillaten (Heizöl, Diesel) gingen zurück. Sie sanken um 2,3 Millionen auf 120,4 Millionen Barrel. Die Rohölbestände legten hingegen zu. Sie kletterten um 1,6 Millionen auf 350,9 Millionen Barrel.

Analysten verwiesen auf die nach wie vor geringe Kapazitätsauslastung der US-Raffinerien. Diese stelle weiterhin den „Flaschenhals“ für die infolge der laufenden US-Feriensaison deutlich höhere Benzinnachfrage dar, hieß es. In der Ferienzeit nimmt die Reisetätigkeit und mithin der Benzinverbrauch in den USA merklich zu. Das Ende eines viertägigen Generalstreiks im Förderland Nigeria hat den Ölpreis zum Wochenbeginn zudem sinken lassen.

Gestiegen ist der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC). Nach Berechnungen des OPEC-Büros in Wien vom Mittwoch kostete ein Barrel aus der Förderung des Kartells am Dienstag im Durchschnitt 67,43 Dollar. Das waren 15 Cent mehr als am Montag. Die OPEC ermittelt den so genannten Korbpreis auf Grundlage von elf wichtigen Sorten aus eigener Förderung.

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