US-Daten beflügeln
Dollar auf Höhenflug

Der Dollar hat am Freitag kräftigen Auftrieb von der Aussicht auf weitere Zinserhöhungen in den USA bekommen.

HB NEW YORK/FRANKFURT. Unerwartet gute US-Konjunkturdaten drückten am späten Nachmittag im New Yorker Handel den Euro um mehr als einen US-Cent auf ein 13-Monatstief von 1,1942 Dollar und damit unter die charttechnisch wichtige Marke von 1,1950 Dollar.

Der ISM-Konjunkturindex der US-Einkaufsmanager war mit 53,8 Punkten deutlich besser als mit 51,5 Punkten erwartet ausgefallen. Auch das US-Verbrauchervertrauen, zu dem die Universität von Michigan regelmäßig einen Index errechnet, war stärker als erwartet gestiegen. Dies habe Spekulationen auf weitere Zinserhöhungen neue Nahrung gegeben, sagten Händler. Noch kurz vor der Veröffentlichung der Zahlen war der EZB-Referenzwert mit 1,2087 Dollar festgestellt worden.

„Angesichts des Auseinanderlaufens der US-Zinsen zum Rest der Welt erhält der Dollar weiterhin Unterstützung“, sagte Benedikt Germanier, Währungsstratege bei UBS in Zürich. Die US-Notenbank (Fed) hatte am Donnerstag - wie an den Finanzmärkten erwartet - den US-Schlüsselzins um 25 Basispunkte auf 3,25 Punkte erhöht. Zugleich hatten die Notenbanker eine Fortsetzung der moderaten Straffung der Geldpolitik signalisiert. „Die Fed nimmt mit ihren Zinserhöhungen fast eine Außenseiterrolle ein, denn in der Euro-Zone wird über eine Zinssenkung spekuliert, und auch in Großbritannien haben die Spekulationen darüber zugenommen“, sagte Analyst Rainer Sartoris von HSBC Trinkaus & Burkhardt. In der Euro-Zone liegt der Zinssatz seit Sommer 2003 bei zwei Prozent.

Auch das Pfund Sterling geriet unter Druck und fiel unter 1,77 Dollar von einem Tageshoch von mehr als 1,79 Dollar. Zum Yen stieg der Dollar auf 111,78 (Vortagesschluss 110,80) Yen und notierte damit so hoch wie seit zehn Monaten nicht mehr. Zum Franken legte der Dollar auf 1,2970 Franken nach 1,2825 Franken am Vortag in Zürich zu.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%