US-Devise profitiert von dem wachsenden Zinsabstand
Zinsspekulationen drücken Eurokurs

Spekulationen um weitere Zinserhöhungen in den USA haben den Euro am Montag auf den tiefsten Stand seit mehr als 13 Monaten gedrückt. Die Gemeinschaftswährung kostete im frühen Handel 1,1 929 Dollar.

dpa-afx/HB FRANKFURT. Ein Dollar war damit 0,8 379 Euro wert. Mit 1,1 903 Dollar war der Euro zwischenzeitlich auf den niedrigsten Stand seit Ende Mai 2004 gefallen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Freitag noch auf 1,2087 (Donnerstag: 1,2092) Dollar festgesetzt.

Händlern zufolge haben überraschend gut ausgefallene US-Konjunkturdaten die Spekulationen über weitere Zinserhöhungen in den USA neu angeheizt. Der US-Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe war am Freitag unerwartet kräftig gestiegen. Am Vortag hatte die US-Notenbank Fed die Zinsen um 0,25 Prozentpunkte auf 3,25 Prozent erhöht und die Märkte zugleich auf weitere Zinsschritte eingestimmt. Steigende Zinsen machen US-Anlagen attraktiver und stützen den Dollar.

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Die amerikanische Währung profitiert insbesondere von der Erwartung der Analysten, dass die amerikanische Notenbank (Fed) ihre Politik der moderaten Zinserhöhung fortsetzen wird. In der vergangenen Woche erhöhte die Fed erwartungsgemäß den Leitzins in den USA um 25 Basispunkte auf 3,25 Prozent – und damit zum neunten Mal hintereinander.

„Angesichts des Auseinanderlaufens der US-Zinsen zum Rest der Welt erhält der Dollar weiterhin Unterstützung“, sagte Benedikt Germanier, Währungsstratege bei UBS in Zürich, der Nachrichtenagentur Reuters. „Die Fed nimmt mit ihren Zinserhöhungen fast eine Außenseiterrolle ein, denn in der Euro-Zone wird über eine Zinssenkung spekuliert, und auch in Großbritannien haben die Spekulationen darüber zugenommen“, ergänzte Analyst Rainer Sartoris von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

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