US-Geldpolitik
Börsianer erwarten Aufwertung des Dollars

Die US-Notenbank strafft ihre Geldpolitik und lässt den Dollar damit nach Analystenangaben steigen. Der Euro wird demnach innerhalb eines Jahres um 8 Cent fallen – die drohende Deflation macht der Währung zu schaffen.
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London/FrankfurtAngesichts der Straffung der US-Geldpolitik wird der Dollar nach Einschätzung von Börsianern in den kommenden Monaten zulegen. „Der Anstieg der US-Zinsen wird dem Dollar im Vergleich zu den anderen großen Währungen zu einer überdurchschnittlichen Kursentwicklung verhelfen“, sagte Devisenexperte Chris Walker von der Barclays Bank.

Die 60 von der Reuters befragten Analysten gehen im Schnitt davon aus, dass sich der Euro in den kommenden zwölf Monaten auf 1,27 von gut 1,35 Dollar verbilligen wird. Die Gemeinschaftswährung leide unter der drohenden Deflation und den anhaltenden Spekulationen um eine weitere Lockerung der Geldpolitik durch die Europäische Zentralbank (EZB).

Die Bank von Japan werde ihre Geldpolitik in den kommenden Monaten voraussichtlich ebenfalls lockern, betonten die Analysten Anezka Christovova und Alvise Marino von der Credit Suisse. Die Befragten sagen daher einen Anstieg des Dollar-Kurses auf 110 von derzeit etwa 101 Yen voraus.

Das Pfund Sterling werde sich binnen Jahresfrist auf 1,60 (aktuell: knapp 1,63) Dollar verbilligen, ergab die Umfrage weiter. Angesichts der Erholung der britischen Konjunktur rechnen die Experten zwar damit, dass die Bank von England als erste der großen Notenbanken die Leitzinsen wieder anheben wird. Dies sei aber frühestens im kommenden Jahr zu erwarten.

Die US-Notenbank Fed hat das Volumen ihrer monatlichen Wertpapierkäufe zur Stützung der heimischen Konjunktur seit Jahresbeginn auf derzeit 65 von zuvor 85 Milliarden Dollar reduziert. Einer anderen Reuters-Umfrage aus der vergangenen Woche zufolge gehen Analysten davon aus, dass die Fed den Geldhahn bis zum Jahresende komplett zudrehen wird.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " US-Geldpolitik: Börsianer erwarten Aufwertung des Dollars"

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  • Meine Kugel sagt mir nicht 8%, sondern 8,015%!

  • Wenn die sogenannten Analysten sagen, der USD wird aufgewertet und der Euro wird um 8 Cent fallen, dann sollte man möglichts schleunigst LONG in den Euro gehen. Spätestens seit deren 10000 und gar 11000-Dax-Punkte-Gebrülle, sollte man denen keinen Zentimeter mehr über den Weg trauen!!!

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