Devisen + Rohstoffe
US-Handelsdefizit gibt Euro Auftrieb

Der Kurs des Euro ist am Montag angesichts des US-Rekordhandelsdefizits im April wieder deutlich über die Marke von 1,20 US-Dollar gestiegen.

HB FRANKUFRT. Die Gemeinschaftswährung kostete am Nachmittag 1,2074 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,2001 (Freitag: 1,2006) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8333 (0,8329) Euro.

Das überraschend gestiegene Handelsbilanzdefizit der USA habe dem Euro am späten Mittag noch einmal einen kräftigen Schub gegeben, sagte Volkswirt Thomas Amend von HSBC Trinkaus & Burkhardt. Das Problem bestehender Ungleichgewichte in den Vereinigten Staaten sei wieder ins Bewusstsein des Marktes zurückgekehrt, nachdem es zuvor von der US-Wachstumsstory verdrängt worden sei.

Die derzeitige Entwicklung sei aber keine Stärke des Euro, sondern eine Schwäche des Dollar, sagte Amend. Auch nach dem Überschreiten der 1,20-Dollar-Marke bleibe die Gemeinschaftswährung angeschlagen. Kurzfristig sei der Euroanstieg daher mit Vorsicht zu genießen.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,6637 (0,6593) britische Pfund, 133,45 (132,19) japanische Yen und 1,5145 (1,5120) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London mit 385,10 (384,85) Dollar notiert.

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