US-Konjunktur hängt maßgeblich vom privaten Konsum ab
Eurokurs schraubt sich auf Höchststand

Der Eurokurs ist am Freitag nach mehreren enttäuschenden US-Konjunkturdaten auf den höchsten Stand seit Anfang März gestiegen. Experten begründeten die Kursverluste des Dollar mit der überraschend gesunkenen Stimmung der US-Verbraucher im Oktober.

HB FRANKFURT. Die Gemeinschaftswährung kostete am Nachmittag bis zu 1,2495 Dollar und damit rund einen US-Cent mehr als zu Handelsbeginn. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,2414 (Donnerstag: 1,2377) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8055 (0,8080) Euro.

Experten begründeten die deutlichen Kursverluste des Dollar mit der überraschend gesunkenen Stimmung der US-Verbraucher im Oktober. Auch die Daten zur Industrieproduktion und zum Geschäftswachstum der Industrie im Großraum New York enttäuschten. „Das hat den Dollar eindeutig belastet“, sagte Devisenexperte Gregor Beckmann von HSBC Trinkaus & Burkhardt. Dies deute darauf hin, dass die US-Notenbank ihre Zinsen langsamer anheben werde als noch im Sommer erwartet. Steigende Zinsen in den USA machen den Dollar attraktiver.

Das Vertrauen der US-Konsumenten in die wirtschaftliche Entwicklung ihres Landes fiel im Oktober unerwartet deutlich. Volkswirte schließen aus dem Indikator auf das künftige Kaufverhalten der Verbraucher. Vom privaten Konsum hängen in den USA rund zwei Drittel der gesamtwirtschaftlichen Leistung ab.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für 1 Euro auf 0,68945 (0,68760) britische Pfund, 135,66 (135,41) japanische Yen und 1,5414 (1,5449) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London mit 420,40 (414,65) Dollar notiert. Der Kilobarren kostete 10 835 (10 800) Euro.

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