Devisen + Rohstoffe
US-Ölpreis klettert wieder über 51 Dollar

dpa-afx SINGAPUR. Der US-Ölpreis ist am Freitag ohne erkennbaren Grund wieder über die Marke von 51 Dollar gestiegen. Ein Barrel (159 Liter) leichtes US-Rohöl der Sorte WTI zur Auslieferung im Juni kostete im frühen Handel 51,29 Dollar und damit 46 Cent mehr als am Vorabend in New York.

"Es gibt keine fundamentalen Gründe für den kräftig anziehenden Ölpreis im Moment", sagte Analyst Victor Shum von der Energie-Beratungsgesellschaft Purvin and Gertz. Schließlich füllten sich die Rohöllager in den USA, fügte er hinzu. Vor diesem Hintergrund werde der Preisschub nicht lange anhalten.

Ein Barrel der Nordsee-Sorte Brent verteuerte sich in London um 46 Cent auf 51,34 Dollar. Angesichts der stabil hohen Produktion rechnen Beobachter allerdings nicht mit einem dauerhaften Preisanstieg. Die Preise sind auch noch weit von den Rekordwerten von fast 60 Dollar je Barrel Anfang April entfernt.

Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) verteuerte am Donnerstag um 30 Cent auf 47,63 US-Dollar je Barrel, wie das OPEC-Sekretariat am Freitag in Wien mitteilte. Nach Berechnungen des Internationalen Energie-Beratungsunternehmens PVM in Wien hat die OPEC im April ihre Rohöl-Förderung erneut angehoben. Das Kartell fördere zurzeit einschließlich des Iraks rund 29,95 Millionen Barrel pro Tag. Dies werde insbesondere in den USA zurzeit zum Auffüllen der Rohöl-Reserven genutzt.

Am Mittwoch war der Ölpreis nach einem unerwartet kräftigen Anstieg der US-Rohöllagerbestände zeitweise bis auf 48,70 Dollar abgesackt. Im Verlauf zeigte er sich mit Kursen über 50 Dollar aber wieder erholt.

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