Devisen + Rohstoffe
US-Ölpreise nach Talfahrt etwas fester

Die amerikanischen Ölpreise haben nach mehrtägiger rasanter Talfahrt am Freitag wieder leicht angezogen. Rohöl zur Juni-Auslieferung stieg im elektronischen Handel am New Yorker Warenterminmarkt Nymex um 0,8 Prozent auf 48,95 Dollar.

HB NEW YORK. Der Ölpreis war zuvor innerhalb von zwei Tagen von mehr als 52 Dollar auf 48,54 Dollar eingebrochen, weil die amerikanischen Ölreserven in der vergangenen Berichtswoche gestiegen waren und das höchste Niveau seit mehr als drei Jahren erreicht hatten.

Auch der plötzliche Höhenflug des Dollars drückte den Ölpreis. Öl wird in Dollar notiert, weshalb ein steigender Kurs des Greenback in der Regel zu niedrigeren Ölpreisen beiträgt. Der amerikanische Ölpreis liegt momentan um fast zehn Dollar oder 16 Prozent unter seinem am vierten April verbuchten Rekordstand von 58,28 Dollar.

Der bescheidene Ölpreisanstieg zum Wochenausklang wurde von Händlern mit der bevorstehenden Sommerreise-Saison in den USA begründet, die von Juni bis Anfang September läuft. Hierfür müssen die amerikanischen Raffinerien mehr Benzin produzieren, weshalb ihr Ölbedarf in den kommenden Wochen und Monaten steigen dürfte. Dies könnte zu höheren Auslastungen der Raffinerien und möglicherweise zu rückläufigen Ölreserven führen.

36 von 59 von der amerikanischen Wirtschaftsagentur „Bloomberg“ befragte Analysten erwarten aber auch in der kommenden Woche einen weiteren Ölpreisrückgang, während 13 von steigenden und zehn von weitgehend unveränderten Preisen ausgingen.

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