US-Sorte fast 5 Dollar günstiger
Preise für Öl und Gold im Sturzflug

Trotz überraschend schwacher Daten zu den US-Öllagerbeständen ist der Ölpreis am Mittwoch deutlich gefallen. Ein Barrel der US-Sorte WTI fiel im späten Handel sogar um 4,88 auf 103,60 Dollar. Verantwortlich für den starken Rückgang des Ölpreises seien Ängste vor einer US-Rezession, so Händler. Auch Gold verbilligte sich drastisch.

HB NEW YORK/LONDON. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent sank um 4,35 Dollar auf 101,15 Dollar. Die angesichts der Finanzkrise gestiegenen Rezessionssorgen in den USA hätten den Ölpreis nach unten gedrückt, sagten Händler.

Auch Gold verbilligte sich drastisch. Der Preis für eine Feinunze (31,1 Gramm) sank im späten Handel in New York bis auf rund 944 Dollar. Am Vortag hatte er sich zunächst noch nahe der Marke von 1000 Dollar bewegt und dann seine Talfahrt begonnen. Am Montag war der Goldpreis auf den Rekordstand von 1032,50 Dollar hochgeschossen.

Händler sagten, die überraschend schwach gestiegenen Rohöllagerbestände hätten den Ölpreis nur kurzzeitig stützen können. Die Stimmung am Markt habe sich offensichtlich gedreht, betonte MF- Global-Analyst Mike Fitzpatrick. Nachdem zuvor für den Ölpreis negative Nachrichten ignoriert worden seien, würden derzeit die positiven Nachrichten ignoriert. Die Rohöllagerbestände hätten eigentlich zum einem Anstieg der Preise führen müssen.

Die Rohölbestände waren nicht wie erwartet um knapp zwei Millionen Barrel, sondern nur um 0,2 Millionen Barrel gestiegen. Zudem fiel der Rückgang der Benzin- und Destillatevorräte überraschend kräftig aus. So sanken die Benzinbestände um 3,5 Millionen Barrel, während Experten einen Rückgang um lediglich 550 000 Barrel vorhergesagt hatten. Die Bestände an Heizöl und Diesel (Destillate) sanken mit 2,9 Millionen Barrel ebenfalls stärker als mit 1,7 Millionen Barrel erwartet.

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