US-Währung kann sich gegenüber Yen nicht behaupten
Euro legt mit 1,13 Dollar ordentlich zu

Der Dollar verlor massiv gegenüber dem Euro, nachdem im Vorfeld des G 7-Treffens Spekulationen über die Interventionspolitik der japanischen Notenbank kursierten.

HB FRANKFURT/MAIN. Der Euro und insbesondere der japanische Yen legten deutlich gegen den Dollar zu. Der Euro-Kurs stieg am Freitag wieder deutlich über 1,13 Dollar. Am späten Nachmittag lag er bei 1,1371 Dollar. Zuvor hatte die Europäische Zentralbank den Euro-Referenzkurs auf 1,1312 (Donnerstag: 1,1290) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8840 (0,8857) Euro.

„Die Notenbank Japans scheint sich vor dem G 7-Treffen mit Stützungskäufen zu Gunsten des Dollar zurückzuhalten. Dies führt zu dem Absturz des Dollar im Vergleich zum Yen und zum Euro“, sagte Thomas Amend von der Bank HSBC Trinkaus & Burkhardt. Im Vergleich zum Yen fiel der Dollar am Freitagnachmittag auf den tiefsten Stand seit Anfang 2001. Der Euro verlor gegenüber der japanischen Währung ebenfalls an Wert: Er kostete mit rund 129 Yen acht Prozent weniger als Ende Mai, als er seinen historischen Höchststand gegenüber dem Yen erreicht hatte.

„Wenn die japanische Notenbank aus dem Markt bleibt, dann wird der Yen stark“, sagte Amend. Die Währungshüter Japans versuchten in den vergangenen Wochen, den Dollar mit Interventionen zu stützen, um die eigene Exportindustrie zu schützen. Nach Einschätzung vieler Beobachter wird Japan wegen seiner Interventionspolitik beim Treffen der sieben wichtigsten Industriestaaten am Wochenende kritisiert werden. Aus diesem Grund habe sich die Notenbank am Freitag zurückgehalten, sagte ein Händler in London.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,6951 (0,6990) britische Pfund, 129,92 (130,15) japanische Yen und 1,5597 (1,5583) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London mit 376,30 (378,30) Dollar notiert. Der Kilobarren kostete 10 745 (10.755) Euro.

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