US-Witschaft hat kein Interesse an starkem Dollar
US-Konjunkturdaten heben Euro über 1,15 Dollar

Der Kurs des Euro ist am Freitag nach Veröffentlichung neuer Konjunkturdaten aus den USA deutlich über 1,15 US-Dollar gestiegen. Am späten Nachmittag kostete die europäische Gemeinschaftswährung in Frankfurt 1,1534 Dollar.

HB/FRANKFURT. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1477 (Donnerstag: 1,1467) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8713 (0,8721) Euro.

Die am Freitag veröffentlichten US-Konjunkturdaten seien nur auf den ersten Blick positiv, sagte Carsten Fritsch, Devisenexperte von der Commerzbank. Die Auftragseingänge für Gebrauchsgüter waren im Juni mit 2,1 Prozent im Monatsvergleich gestiegen. Besonders deutlich habe sich dieser Wert jedoch im Transport- und Militärsektor erhöht, sagte Fritsch. Im zivilen Sektor sei der Anstieg nur sehr verhalten ausgefallen. „Dies deutet noch nicht auf eine nachhaltige Erholung hin“, sagte Fritsch.

Die Stimmung an den Devisenmärkten sei zur Zeit gegen den Dollar gerichtet, sagten Händler in London. Bisher gebe es keine klaren Anzeichen für eine Konjunkturerholung in den USA. Auch die erneut sehr niedrig ausgefalle Inflationsrate in Deutschland habe den Euro gestützt, sagte Fritsch. Die jährliche Teuerungsrate war im Juli von 1,0 Prozent im Vormonat auf 0,9 Prozent gefallen.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,7110 (Donnerstag: 0,7116) britische Pfund, 136,46 (136,50) japanische Yen und 1,5479 (1,5494) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London mit (363,00) 357,30 Dollar notiert. Der Kilobarren kostete 10 125 (10 065) Euro.

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