Uwe Bergold im Interview
„Die eigentliche Gold-Rally kommt erst noch“

Der Goldpreis gibt nach, Minenaktien brechen ein. Nur rein ins Investment, sagt Goldexperte Uwe Bergold. Warum er glaubt, dass die Korrekturen ungerechtfertigt sind und Förderunternehmen bald alle Rekorde brechen.
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Herr Bergold, Goldman Sachs sagt das Ende der Gold-Rally voraus.
Soweit sind wir noch nicht.

Zuletzt ging es mit dem Goldpreis aber abwärts...
... und trotzdem rennt der Goldbulle weiter. Der Grund ist ganz einfach: Rohstoffe profitieren, solange Notenbanken die schwächelnde Wirtschaft mit billigem Geld bekämpfen. In Deutschland hat der reale Abschwung im März 2000 begonnen, als die Technologieblase geplatzt ist – und ist noch nicht überwunden.

Wenn der Dax sich heute seinem Rekordwert von vor 13 Jahren annähert ...
... ist das nur die halbe Wahrheit. Wer die Inflation berücksichtigen will, müsste 30 Prozent vom aktuellen Kurs abziehen.

Wie lange wird Gold noch zulegen?
Beobachtungen aus der Vergangenheit zeigen: In den vergangen 100 Jahren dauerte ein großer makroökonomischer Zyklus immer 16 bis 18 Jahre. Ab 2017 oder 2018 sollte der Bullenmarkt also zu Ende sein – nicht nur für Gold sondern für alle Rohstoffe.


Und wie sieht es mit Minenaktien aus? Gehören die ins Depot?
Ja, schon allein aus taktischen Gründen. Minenbetreiber verkaufen Gold per Termin, das heißt sie fixieren Preise für zukünftige Lieferungen, wenn sie mit einem sinkenden Goldpreis rechnen. Wenn die Goldblase platzt, können Minenaktien so noch vier, fünf Jahre länger laufen. Das haben wir in den 1980-er Jahren am Markt schon so erlebt. Noch interessanter sind die hohen Dividenden, die die Minenbetreiber am Ende des Bullenmarktes ausschütten.

Aber die Aktien der großen Minenbetreiber wie Barrick Gold, Goldcorp oder Newcraft sind massiv eingebrochen. 

Ja, im letzten Jahr haben viele Minenaktien verloren – einige sogar die Hälfte ihres Werts. Manche Minenbetreiber haben zu Höchstpreisen Juniorproduzenten übernommen und müssen hier nun Wert abschreiben. Auch gibt es Gerüchte, dass Fonds aufgelöst wurden und so ein Ausverkauf der Minenaktien eingesetzt hat. Allerdings halte ich die Kurskorrektur für übertrieben.

Warum?
Wenn ich auf die fundamentalen Daten blicke, sehe ich keinen Grund, warum die Aktien so an Wert verloren haben. 2008 war die Kostensituation der meisten Minenbetreiber wesentlich schlechter. Heute sind Kurs-Umsatz und Kurs-Cashflow-Verhältnisse in Ordnung. Goldförderunternehmen aus der zweiten Reihe sind ebenfalls solide aufgestellt: Deren Cash-Bestand ist oftmals höher als der Börsenkurs.

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  • Für Sie ist Gold ein Rohstoff, Verbrauchsmaterial.

    Fakt ist, dass dies an der Realität vorbeigeht. Das bestätigte selbst ein Ex-FED Chef.

  • Mensch Maddin, der Punkt ist, nach dem Platzen der Kreditblase, habe ich immernoch das Gold im Keller! Seien es 100 g, 1 kg oder was auch immer. Die Kohlen auf dem Konto sind nach der Währungsreform einfach futsch, zumindes aber wesentlich dezimirt.

    Und überlegen Sie mal welcher Zypriote aktuell noch lachen kann:
    Der, der vor seiner Enteignung noch 100.000 EUR auf dem Konto hatte oder der, der immernoch seine 83 Unzen im Keller hat?

  • Sie können mit Gold ins Ausland fahren, es dort in die Landeswährung umtauschen und dann einkaufen gehen. Jeglicher Grundbesitz, Sparguthaben, Depoteinlagen können jedoch in der Euro-Zone konfisziert werden. Da hilft eben auch kein Schmuggel. Wie schnell das alles gehen kann, haben wir ja am Beispiel Zypern gesehen.

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