Verband erwartet sogar Preissteigerungen: Gas bleibt aufgrund der Ölpreis-Koppelung teuer

Verband erwartet sogar Preissteigerungen
Gas bleibt aufgrund der Ölpreis-Koppelung teuer

Mit dem steigenden Ölpreis schwindet auch die Hoffnung auf eine Entspannung am Gasmarkt. Nur wenn der Ölpreis nachhaltig sinke, könnten auch die Gastarife wieder sinken – dies sei aus heutiger Sicht aber nicht absehbar, erklärte ein Sprecher des Bundesverbandes der deutschen Gas- und Wasserwirtschaft (BGW).

DÜSSELDORF. Für den ersten April rechnet der Verband sogar vereinzelt mit weiteren Preissteigerungen. Aber auch bei der nächsten Runde im Sommer werden Preissenkungen immer unwahrscheinlicher.

Der Verband verweist auf die Ölpreisbindung: Traditionell ist in den Verträgen, die die Produzentenländer mit den Importeuren und die Importeure wiederum mit den Stadtwerken schließen, der Gaspreis an die Vorgaben des Ölmarktes gekoppelt. Der Gastarif wird zu einem Stichtag – zumeist dem Beginn eines neuen Quartals – anhand der Ölpreisentwicklung in einer Referenzperiode berechnet. Er gibt so die Entwicklung am Ölmarkt geglättet und zeitversetzt wieder.

Wie genau sich der Ölpreis in den kommenden Monaten entwickeln werde, lasse sich schwer abschätzen, sagte der BGW-Sprecher. Auch Deutschlands größte Gasgesellschaft, Eon Ruhrgas, hält sich mit einer längerfristigen Prognose zurück. Man sehe die Tendenz sehr ähnlich wie der Verband, sagte eine Sprecherin. Auch Konkurrent Wingas kalkuliert nach den Worten eines Sprechers mit einem festen Ölmarkt.

Die Entwicklung ist ohnehin uneinheitlich, weil in den Verträgen unterschiedliche Klauseln und Referenzperioden gelten. Einige Kommunalversorger passen ihre Tarife nur einmal im Jahr an, andere regelmäßig. Auch für Industriekunden gelten die verschiedensten Klauseln.

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