Vertrauensverlust
Goldpreis leidet unter Verkaufswelle

Investoren verkaufen Börsengold wie nie zuvor. Dies ist für den Markt ein Novum, da er bisher nur eine Richtung kannte: nach oben. Wie es nach dem Rekordverlust weitergeht.
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Investoren trennen sich derzeit so schnell von börsengehandelten Goldprodukten (ETP), wie seit Einführung der Papiere vor einem Jahrzehnt nicht. Die Entwicklung spiegelt den größten Einbruch des Goldpreises seit 32 Jahren wider.

Die Bestände der 14 größten mit Gold unterlegten ETPs schrumpften seit Anfang Januar um 31 Prozent auf 1813,3 Tonnen - es ist die erste jährliche Abnahme, seit der Handel in den Fonds 2003 begann. Das belegen Daten von Bloomberg.

Der Abfluss vernichtete 69,7 Milliarden Dollar an Wert bei den ETP, während der Goldpreis so stark fiel wie seit 1981 nicht mehr. Weitere 311 Tonnen Gold werden wohl im kommenden Jahr aus den ETP abfließen, wie aus einer Median-Prognose von elf Analysten hervorgeht.

ETP-Goldinvestments hatten noch im vergangenen Jahr mit 148 Milliarden Dollar einen Rekord erreicht. Sie trugen seinerzeit zur Aufrechterhaltung der Goldhausse bei, während der sich das Edelmetall seit 2001 um das Sechsfache verteuerte. Die Produkte bieten Investoren die Möglichkeit, in das Edelmetall zu investieren, ohne es einlagern zu müssen.

Der Einbruch bei den ETP legt den Schluss nahe, dass Investoren das Vertrauen in Gold als Mittel zur Vermögenssicherung verlieren. Zum einen ist es zuletzt nicht zu einem Anstieg der Inflation gekommen. Und zum anderen signalisierte die US-Notenbank Federal Reserve, dass sie ihre umfangreichen geldpolitischen Maßnahmen zur Konjunkturförderung womöglich zurückfahren wird.

Vergangenen Monat erklärte auch die Hedgefonds-Legende John Paulson den Kunden gegenüber, dass er selbst kein privates Geld mehr in Gold stecken wolle. Es sei derzeit völlig unklar, wann die Inflation anziehen werde. Gold gilt traditionell als Schutz bei Preisauftrieb.

„All die Aufwärts-Faktoren, die den Goldpreis in den vergangenen zwölf Jahren immer weiter nach oben getrieben haben, verkehren sich nun ins Gegenteil“, sagt Analyst Robin Bhar von Société Générale in London. In der Rangliste der treffsichersten Edelmetall-Experten von Bloomberg News ist er über die vergangenen acht Quartale hinweg auf Platz eins zu finden. „Es wird 2014 mehr Verkäufe bei ETFs geben, während der Preis sich weiter nach unten bewegen wird.“

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„Die Gunst der Investoren verloren“

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  • An Alle Deutschen Ermittler:Alle mal laut lachen über die
    manipulierte Goldpreissenkung der privaten Federal Reserve Bankster Bank.Wie drückt man den Goldpreis nach unten,wenn man zu vielPapiergeld gedruckt hat?Ganz einfach im Betrug:Man druckt Goldpapierzertifikate (wo KEIN physisches Gold wirklich hinter ist) und läßt es durch die Computerrechenmaschine an der Börse laufen
    !Computerrechner können nicht prüfen ob die Mengen physisches Gold wirklich vorhanden sind ! So versucht die zum Tode verurteilte Privatdollarbank günstig an physisches Gold zu kommen ! China sagt Danke und kauft billig noch mehr Gold in der Welt auf und zahlt sogar etwa 10 Dollar mehr pro Gramm Feingold als was die Papiergelddruckbetrüger Fed geben wollen !
    Der Zusammenhang :Wer die Weltleitwährung hat,hat die Macht über die Welt!Nur China hat mehr Gold hinterlegtes stabiles Geld!->Deswegen die Kriegsdrohgebärden der USA gegen China an der Küste Chinas im Pazifik!Da geht es nicht um ein paar Inselchen mit Bodenschätzen!Da geht es um die Weltherrschaft der stabilen Geldwährung! Die private FED Dollar Bank will nach kollabierten Privatdollar ohne
    Goldstandardhinterlegung seit1971(P. Nixon)nun Krieg führen um Ihre Macht mit Bodenschätzenhinterlegung
    noch länger behalten zu können!
    Selbst wir die Deutschen(unsere Bundesstaatsbank wurde
    von der FED betrogen!)Zurück geholtes deutsches Staatsgold war in manchen Proben mit Wolfram im Kern durchzogen.Die Barren waren nicht aus purem Feingold
    bei den ersten Rückführungen aus New York in den Safe
    der Bundesbank in Frankfurt geholt!Aus Angst vor der damaligen Sowjetunion hatte die BRD Ihr Staatsgold zu einem Drittel in die USA ausgelagert!Nun sieht man auch hier daß die Finanzamerikaner Betrüger sind und NICHT zuverlässig sind.
    GuterRat:Fein-Gold ist in kleinen Einheiten immer echtes Geld in der Geschichte gewesen.Wer sichere Altersvorsorge oder eine sichere Sparform auf lange Sicht sucht sollte jedenMonat2Gramm phys.Gold kaufen.
    Sparen istGeld übrig sein

  • Zitat: "...noch ein plus von 200% seit 2000"

    Beruhigt Sie das wirklich? Schließlich waren es vor kurzer Zeit noch ca. 350%. Wie lange wollen Sie noch warten, bevor Sie Ihren geschrumpften "Papier"-Gewinn realisieren wollen?

  • Auf Eurobasis steht immer noch ein plus von 200% seit 2000.Ich glaube kaum,dass Gold so implodiert wie weiland der Nemax oder Nemax 50.

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