Virtuelles Geld
Bitcoins kosten wieder mehr als 1000 Dollar

Die Online-Spiele-Firma Zynga will bald Bitcoins akzeptieren. Durch die Mitteilung ist der Kurs der virtuellen Währung im Internet wieder in die Höhe geschossen.
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Die elektronische Währung Bitcoin hat am Sonntagabend wieder kräftig zugelegt und die 1000-Dollar-Marke übersprungen. Am Mittag gegen 12 Uhr lag der Kurs noch bei rund 916 Dollar, doch nur ein paar Stunden später, gegen 15 Uhr, stieg der Wert steil an - kurz nachdem das US-amerikanische Unternehmen Zynga erklärt hatte, es werde die virtuelle Währung als Zahlungsmittel für seine Online-Browser-Games akzeptieren.

Am Montag kosteten Bitcoins gegen 6.45 Uhr 1040 Dollar oder 684 Euro. Diese Daten veröffentlichte die Internetseite www.bitcoins.de. Im November 2013 hatte der Bitcoin-Kurs bereits einen Rekord von 1.238 Dollar erreicht, doch stürzte er kurz darauf auf 640 Dollar ab.

Chinas Zentralbank hatte vor der Internetwährung gewarnt und den Finanzinstituten des Landes den Handel verboten - insbesondere wegen des Potenzials, Bitcoins könnten zur Geldwäsche missbraucht werden. Nach und nach erholte sich aber der Kurs, da immer mehr Unternehmen ankündigten, die virtuelle Währung als Zahlungsmittel zu benutzen.

Ein mysteriöser Programmierer hatte Bitcoin 2009 als Antwort auf die internationale Finanzkrise erfunden. Er wollte eine von Staaten, Zentralbanken und anderen Finanzinstituten unabhängige Währung schaffen. Das virtuelle Geld wird durch komplexe Verfahren berechnet, die maximale Geldmenge ist begrenzt - derzeit auf etwa zwölf Millionen Einheiten. Die Wechselkurse zu echten Währungen schwanken stark.

Steffen Daniel Meyer
Steffen Daniel Meyer
Handelsblatt Online / Social-Media-Redakteur
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AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Virtuelles Geld: Bitcoins kosten wieder mehr als 1000 Dollar"

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  • "Huobi.com wurden daher in den letzten 24h 200.000 BTC gehandelt (!)"

    wer's glaubt.

    Wäre nicht das erste Mal, das eine chinesische Börse falsche Umsatzzahlen geliefert hat...

  • Es sind nicht nur die Ankündigungen von Firmen, die den Bitcoin Preis wieder stützen, sondern auch die Chinesen, die inzwischen mithilfe von Mittelsmännern einen legalen Weg gefunden haben, wie sie mit Bitcoin weiter handeln können. Auf der chinesischen Plattform Huobi.com wurden daher in den letzten 24h 200.000 BTC gehandelt (!)

  • Ein neutraler Artikel vom Handelsblatt online, ohne falsche Behauptungen zu Bitcoins.

    Keine Worte zu angeblicher Blase usw...

    Was ist passiert?

    Der einzige Fehler den ich gefunden habe:
    bitmarket ist schon etwas länger offline und nicht mehr nutzbar.

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