Volksabstimmung in Griechenland
Euro-Rettung steht auf der Kippe

Die Schuldenkrise eskaliert erneut: Investoren flüchten aus Aktien, Euro und Anleihen der Schuldenstaaten. Merkel und Sarkozy vereinbaren ein Krisentreffen. Eine Ratingagentur fordert: Schützt Europa vor Griechenland.
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DüsseldorfDie Politik hat lange an einer Illusion festgehalten; der Illusion, sie könne die Schuldenkrise kontrollieren. Nach dem Euro-Gipfel in der vergangenen Woche schien es so, als hätte die Politik die sonst so skeptischen Investoren tatsächlich überzeugt. An den weltweiten Finanzmärkten stiegen die Kurse. Der Schuldenschnitt für Griechenland sollte endlich eine Lösung bringen.

Doch die gute Laune an den Märkten hielt nicht lange an. Sie ist mit einem Schlag dahin, weil der griechische Ministerpräsident Giorgos Papandreou angekündigt hat, er wolle sein Volk über die weiterten Sparmaßnahmen abstimmen lassen. Die Mehrheit der Griechen hat es satt, den Gürtel noch enger zu schnallen – und dürfte gegen die Sparpolitik stimmen. Ohne weitere Einsparungen aber könnte der Rettungsplan für den Euro hinfällig sein. Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy sind alarmiert und haben ein Krisentreffen vereinbart. Am Mittwoch soll vor dem G20-Gipfel in Cannes über die neue Lage beraten werden.

„Es ist schwierig vorherzusagen, was passiert, wenn Griechenland die Pläne ablehnt. Es wäre schlimm genug für die EU im Allgemeinen und die Euro-Zone im Besonderen. Es wäre aber noch viel schlimmer für Griechenland“, sagte Christopher Pissarides, Ökonom und Wirtschaftsnobelpreisträger. „Bei einem ‚Nein’ müsste Griechenland sofort Bankrott erklären. Ich sehe nicht, dass Griechenland im Euro bleiben könnte.“

Die Ratingagentur Fitch warnt vor einer Bedrohung für die gesamte Euro-Zone. Sie fordert: Errichtet eine Schutzmauer, damit Griechenland nicht das Währungsgebiet anstecken und destabilisieren kann. Von nun an geht es nicht mehr darum, Griechenland vor der Pleite zu retten, sondern den Rest der Euro-Zone vor Griechenland zu retten.

„Wenn es dieses Referendum geben wird, können wir durchaus davon ausgehen, dass die Griechen das Rettungspaket nicht akzeptieren werden“, sagte Howard Wheeldon, Zinsstratege von BGC Partners in London. „Man könnte daraus schließen, dass das Kartenhaus dann zusammenfällt.“

An den Finanzmärkten war das Gejammer groß. Der Dax fiel zeitweise um sechs Prozent auf 5.767 Punkte, nachdem er in der vergangenen Woche noch in Richtung 6.500 Punkte marschiert war. Der Eurostoxx gab um 5,7 Prozent auf 2249 Zähler nach. Zu den größten Verlierern zählten Bankaktien - Deutsche Bank und Commerzbank fielen mehr als zehn Prozent.

Auch der Euro-Kurs spiegelte die Gemütslage der Investoren wider. In der vergangenen Woche war der Euro auf 1,42 Dollar gestiegen. Am Dienstag ging es steil abwärts. Der Kurs der europäischen Währung fiel auf 1,3637 Dollar. Auch zum Yen und zum Britischen Pfund verliert der Euro deutlich. „Die Ankündigung von Papandreou war schon ein Schock. Seit ich heute Morgen angefangen habe zu arbeiten, ist ordentlich Druck auf dem Euro“, sagte ein Händler. Die große Sorge sei, dass Griechenland jetzt doch pleite geht.

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Raus aus den Schuldenstaaten, rein in Bundesanleihen

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  • @ German-Expat,
    es gibt eine Studie von der HSBC nach der eine Auflösung der Europäische Währungsunion so kostspielig wäre und hätte nicht kalkulierbare Folgen für den gesamten Weltfinanzsystem, dass die Aufgabe des Euro fast unmöglich macht. Es ist auch in den Verträgen überhaupt nicht vorgesehen, im Prinzip ist der Austritt aus dem Euro nur möglich wenn man die EU auch verlässt und jedenfalls nur freiwillig. Also nur eine Pleite der Eurozone würde uns vom Euro befreien.
    Ob das wünschenswert wäre?

  • Oder einfach weil die Einzelheiten des Rettungsplans noch nicht feststehen. Er will einfach sicher gehen dass eben diese Einzelheiten, die vor dem Referendum feststehen müssen, nicht allzu ungünstig für Griechenland fallen. Mit den Merkozy-Clowns ist doch alles möglich.

  • Wann hat es der letzte bemerkt, dass das Energiefeld "Geld" gebrochen ist? Die Belohnungs-Zentren im Gehirn springen nicht mehr an! So entsteht Unzufriedenheit - hättet ihr euch doch entwickelt - wenigstens den Ausstieg aus dem Gruppenbewusstsein, oder zumindest den Zugang zu den Fähigkeiten der rechten Gehirnhälfte!
    Die Ursache: egolose Menschen die sich für die Allgemeinheit eingesetzt haben, wurden von der korrupten Brut gemindert, und das obwohl sie wissen, dass Geld immer nur zur Umverteilung diente!
    Nun gut - mit dem Zusammenbruch des Euros werden auch seine Anhänger mitentsorgt; Selbst-bestrafung durch den großen Schmerz - ausgelöst durch das eigene Gehirn!
    Und dann kann endlich die binäre Wirtschaftsordnung auf der Basis des individuellen Bewusstsein umgesetzt werden. Damit die Ausbeutung und Unterdrückung durch die kapitalistische Dummheit ein Ende nimmt. Mit zwei Währungen BIP-Berechtigungen und Gold! Ohne Zwischenhändler Geldwirtschaft und ohne Korruption! Damit wieder Ordnung, Frieden und Wohlstand für alle entsteht im Euroland!
    VisionGold.eu - Christine

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