Vor den Zinsentscheidungen am Donnerstag
Kaum Engagement im Devisenhandel

Einen Tag vor Zinsentscheidungen in der Euro-Zone und in Großbritannien ist der Devisenhandel am Mittwoch ruhig verlaufen. „Die Leute wollen sich nicht recht engagieren“, berichtete ein Händler. Zudem fehlen Impulse aus den USA, wo die Märkte wegen des Unabhängigkeitstages geschlossen blieben.

rtr FRANKFURT. Der Euro bewegte sich gegenüber dem Dollar weiter in der Nähe seines Allzeithochs zum Dollar. Er notierte bei 1,3619 Dollar nach 1,3610 Dollar am Dienstag im späten Geschäft in New York. Die Europäische Zentralbank (EZB) legte den Referenzkurs am Mittwoch mit 1,3618 Dollar fest. Im Referenzkursverfahren der Banken (EuroFX) stieg der Euro auf 1,3610 Dollar von 1,3592 Dollar und auf 166,77 Yen von 166,49 Yen. Am Vortag hatte die Gemeinschaftswährung zeitweise ein Rekordhoch von 167,19 Yen erreicht.

Am Donnerstag treffen die Europäische Zentralbank (EZB) und die Bank of England (BoE) Zinsentscheidungen. Für die EZB-Ratssitzung wird keine Zinserhöhung erwartet. Nach Prognosen der meisten von Reuters befragen Bankenvolkswirte wird die EZB aber im September den Leitzins um 25 Basispunkte auf 4,25 Prozent anheben. Am Mittwoch veröffentliche positive Daten aus dem europäischen Dienstleistungssektor unterstützen nach Worten von Rainer Guntermann von Dresdner Kleinwort diese Einschätzung. „Dies wird die EZB nicht von einer Erhöhung im September abbringen und auch nicht zu einer Verzögerung eines Zinsschrittes führen“, sagte er.

Die Erwartung der Investoren, dass die BoE den Schlüsselzins erhöht, hielt das Pfund Sterling auf einem 26-Jahres-Hoch zum Dollar. Ein Pfund kostete 2,0180 Dollar nach 2,0163 Dollar am Vortag. „Die Stärke des Pfundes ist vor allem eine Dollarschwäche“, erklärte ein Analyst. Der Dollar wird nach wie vor von der Krise am US-Immobilienmarkt belastet.

Am Rentenmarkt fielen die Kurse. „Der Bund-Future ist unerwartet stark unter Druck geraten“, sagte Helaba-Analyst Ralf Umlauf. Die Aktienmärkte seien trotz schwacher Autoabsatzzahlen in den USA am Mittwoch gut gestartet. In der Regel geben die Renten nach, wenn die Aktienkurse steigen. Der für die europäischen Rentenmärkte richtungweisende Bund-Future fiel um zeitweise 29 Ticks auf 110,56 Punkte. Die Rendite der zehnjährige Bundesanleihe betrug 4,589 Prozent nach 4,602 Prozent am Vorabend.

Die von der Bundesbank täglich errechnete Umlaufrendite börsennotierter öffentlicher Anleihen blieb unverändert bei 4,55 Prozent. Der Rex-Rentenindex sank um 0,3841 Stellen auf 113,2531 Stellen.

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