Vor der EZB-Entscheidung
Gold wieder über 1300 Dollar

Die EZB entscheidet am Donnerstag über mögliche Anleihekäufe und verunsichert damit die Anleger. Gold ist derweil als sichere Anlage gefragt: Die Feinunze kostet am Mittwoch so viel wie zuletzt im August vorigen Jahres.
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FrankfurtAm Tag vor der mit Spannung erwarteten EZB-Sitzung glänzt Gold wieder heller: Die Feinunze (31,1 Gramm) verteuerte sich am Mittwoch um bis zu 0,8 Prozent auf 1303,20 Dollar und kostete damit so viel wie zuletzt im August vorigen Jahres.

Auch der Zufluss des weltgrößten ETF-Goldfonds SPDR stieg per Dienstagabend um 1,6 Prozent. „Die Anleger sehen das gelbe Metall als sichere Anlage an – und die Unsicherheit über die Entscheidung der EZB ist sehr hoch“, sagte ein Händler.

Die überraschende Abkehr der Schweizer Notenbank (SNB) vom Euro-Mindestkurs zum Franken habe die Nervosität noch erhöht. „Einige fragen sich, wie berechenbar Zentralbanken noch sind, und in dem Umfeld ist Gold als sicherer Hafen gefragt.“

Von der EZB erwarten die meisten Anleger ein Programm zum Kauf von Staatsanleihen (QE) im Volumen von mindestens 600 Milliarden Euro. Viele fürchten aber auch, dass die Erwartungen teils noch wesentlich höher sind. „Und wenn die EZB diese nicht erfüllen kann, könnte es ein böses Erwachen geben“, warnte ein Händler.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Vor der EZB-Entscheidung: Gold wieder über 1300 Dollar"

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  • Was da in den letzten Jahren an diesem todkranken Finanzsystem herumgefuhrwerkt wurde, ist abenteuerlich.

    Da werden auf Teufel komm raus Kurse "stabilisiert", Geld-Bazookas gezückt, Währungen "gerettet" oder Banken "systemrelevantisiert",

    ein "Hedge Fond" wird da "realisiert, ein "Carry trade" dort abgeschrieben,

    rundherum kreisen Sätze von Interbanken und Leitzinsen,

    dazwischen sitzen Ostküsten Bankster, stopfen sich die Taschen voll und jonglieren mit den Goldbarren,

    nur wir, wir müssen immer länger für immer weniger Geld arbeiten.

  • Die EZB entscheidet am Donnerstag über mögliche Anleihekäufe und verunsichert damit die Anleger. Gold ist derweil als sichere Anlage gefragt: Die Feinunze kostet am Mittwoch so viel wie zuletzt im August vorigen Jahres.
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    Gleichgültig welche Summe die EZB veranschlagt auszugeben,

    die Wirtschaftliche Lage Europas wird es damit nicht retten.

    Die Aktienkurse steigen weil man mit ungelegte Eier schon

    Kaufmännische Profilberechnungen macht.

    Die enttäuschung wird erst auftauchen wenn die Politik in Europa weiterhin versagt...

    die EU-Arbeitslosigkeit weiter ansteigt...

    wenn selbst durch den Wechselkurs 1 US-Dollar= 1,10 EURO

    noch im Jahr 2015 zu erkennen ist aber dies nicht dem

    EU-Arbeitsmärkte dient.

    Wenn an einem PKW der Ölwechsel nötig ist...

    dann genügt es nicht mit eine Außenwäsche des Lackes...

    was nutzt dann einen schönen Lack wenn der Motor nicht mehr läuft...

    die Anleihenkaufabsichten der EZB sind nur äußerliche Wagenpflege fürs Auge.


    EU...WANN LERNST DU DAZU ??????????????????????????????








  • Offensichtlich sind die Notenbanken mit Interventionen am Markt. Dieses frühzeitige agieren und "stabilisieren" der Devisen- und Rohstoffmärkte verheißt keine gute Entscheidung, die morgen veröffentlicht werden soll.

    Der Devisenkurs des Euros hat angezogen. Der Goldkurs gegen USD ist gefallen. Der Ölpreis ist gestiegen.

    Wenn die obigen Operationen eines bewirken sollen, dann kann darunter nur verstanden werden, dass die Gegenbewegung tunlichst zu vermeiden ist.

    Die morgen zu erwartende Entscheidung der EZB muss so schräg sein, wenn bereits heute agiert werden muss, dass die Notenbanken die Marktbewegung nie und nimmer aufhalten kann.

    Einen größeren "Lockruf" der Spekulanten konnte man nicht anbringen. Wir dürfen "ein Chaos mit ansagen" erwarten.

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