Vor EU-Gipfel
Anleger lassen von Rohstoffen die Finger

Vor dem EU-Gipfel agieren die Anleger bei Rohstoffen zurückhaltend. Öl und Gold verbilligten sich leicht, der Kupferpreis pendelte um seinen Vortagesschluss von 7.835 Dollar je Tonne.
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FrankfurtDie Unsicherheit über den Ausgang des EU-Gipfels Ende der Woche hat die Anleger am Rohstoffmarkt in Schach gehalten. „Die Investoren sind in Wartestellung“, sagte David Morrison, Marktstratege bei GFT Global, am Mittwoch. Die Angst sei groß, dass auf dem Gipfel nichts Konkretes oder Nachhaltiges zur Lösung der Schuldenkrise beschlossen werden könnte. Öl und Gold verbilligten sich leicht, der Kupferpreis pendelte um seinen Vortagesschluss von 7.835 Dollar je Tonne.

Dennoch gibt es die Hoffnung, dass sich die Politiker bei ihrem Treffen am Donnerstag und Freitag auf Maßnahmen einigen, die die Währungsunion langfristig stabilisieren. Am Montag hatten Deutschland und Frankreich Vorschläge erarbeitet, wie die haushaltspolitische und wirtschaftliche Koordinierung in der Euro-Zone verstärkt werden kann. In Regierungskreisen hieß es am Mittwoch allerdings, die Bundesregierung sei pessimistischer, ob eine Einigung beim EU-Gipfel gelingen werde. „Aus den vielen Gesprächen der letzten Tage und Wochen haben wir den Eindruck, dass eine Reihe von Akteuren den Ernst der Lage noch nicht verstanden haben“, sagte ein Regierungsvertreter.

Der Ölpreis der Sorte Brent und WTI gab um 0,5 beziehungsweise 0,3 Prozent auf 110,34 beziehungsweise 101,05 Dollar je Fass nach. Neben den Sorgen um die Schuldenkrise lastete auch die Steigerung der Ölproduktion Saudi-Arabiens auf dem Preis. Sie betrug im November nach Aussagen eines Vertreters der saudischen Ölindustrie 10,047 Millionen Barrel täglich. Analysten hatten lediglich mit 9,45 Millionen Barrel gerechnet.

Von Gold ließen die Anleger am Mittwoch ebenfalls die Finger. Das Edelmetall verbilligte sich um 0,3 Prozent auf 1721 Dollar je Feinunze. „Gold verhält sich derzeit wie eine riskante Anlage und nicht wie ein sicherer Hafen“, schrieben die Analysten der Commerzbank in einem Kommentar.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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