Vor US-Arbeitsmarktbericht
Euro steigt wieder über 1,33 Dollar

Der Euro hat sich steigt wieder und kostet mehr als 1,33 Dollar. Die monatlichen Arbeitsmarktdaten in den Vereinigten Staaten sind schlechter ausgefallen als erartet. Das bewegt den Devisenmarkt, der Euro steigt im Vergleich zum US-Dollar.
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HB FRANKFURT. Des einen Schwäche ist am Devisenmarkt aktuell des anderen Stärke. Schlechter als erwartet ausgefallene Daten vom US-Arbeitsmarkt haben den Euro am Freitag einen deutlichen Schub nach oben gegeben. Die Gemeinschaftswährung notierte bis zum Nachmittag mit 1,3354 Dollar und damit gut einen US-Cent höher als im New Yorker Donnerstagsschluss. Gestützt wurde die Devise, die zuletzt durch die europäische Schuldenkrise arg gebeutelt wurde, auch von Staatsanleihekäufen der Europäischen Zentralbank (EZB). Die Käufe sorgten vor allem bei den Risikoaufschlägen der Bonds der Krisenstaaten für Entspannung. Anleihehändlern zufolge erwarb die EZB am Donnerstag irische und portugiesische Staatsanleihen.

Nach den überraschend schlechten US-Arbeitsdaten dürfte der Euro nun wieder einen etwas besseren Lauf haben und der Dollar schwächeln, sagte ein Händler. Nach den Konjunkturdaten gebe es keinen Grund, an der Fortsetzung der lockeren Geldpolitik der US-Notenbank zu zweifeln, schrieb Ralf Umlauf von der Helaba in einem Kommentar. „Die Zahlen zeigen, dass die müde Erholung des Arbeitsmarktes fortschreitet.“ Die Dynamik reiche nicht, um die Arbeitslosenquote schnell und dauerhaft zu senken. Folker Hellmeyer von der Bremer Landesbank erklärte dagegen, die US-Konjunkturdaten der vergangenen Tagen seien insgesamt gut ausgefallen - das spreche für eine Erholung der dortigen Wirtschaft.

Die von Investoren geforderten Risikoaufschläge für irische und portugiesische Staatsanleihen verringerten sich zu den vergleichbaren Bundestiteln weiter. Die Rendite zehnjähriger spanischer Anleihen fiel erstmals seit zehn Tagen zeitweise wieder unter fünf Prozent.

Das Nachsehen hatten dagegen die als sicherer Hafen geltenden deutschen Papiere. Der Bund-Future fiel um 39 Ticks auf 126,08 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen kletterte mit 2,887 Prozent in der Spitze auf den höchsten Stand seit Mitte Mai.

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