Wachstum von 4,3 Prozent erwartet: Rand und Goldpreis sacken ab

Wachstum von 4,3 Prozent erwartet
Rand und Goldpreis sacken ab

Der südafrikanische Rand verzeichnete am Mittwoch gegenüber allen wichtigen Weltwährungen den größten Tagesverlust zum US-Dollar. Belastet wurde er durch den Goldpreis, der auf ein Wochentief fiel.

HB JOHANNNESBURG. Gold ist das größte Exportgut Südafrikas. Die Landeswährung, die einschließlich 2004 drei Jahre ein Folge gegenüber dem Greenback zulegen konnte, hat seit Jahresbeginn bereits 4,5 Prozent nachgegeben.

„Es ziehen sich eindeutig einige Investoren aus dem Rand zurück, und es kann sogar sein, dass wir kurzfristig die Marke von 6 Rand testen werden“, sagte Chris Hart, Chef-Volkswirt bei Absa Bank in Johannesburg. „Der Dollar ist steil angestiegen und Gold hat an Boden verloren“, wodurch sich der Rand ebenfalls verbilligt hat, fügte er hinzu.

Der Rand verlor in Johannesburg zeitweise bis zu 1,8 Prozent auf 5,9451 Rand je Dollar. Für Gold ging es 0,3 Prozent abwärts auf 430,60 Dollar je Unze, nachdem der Preis Anfang der Woche bei 437,40 Dollar ein Acht-Wochen-Hoch erreicht hatte. Auch der Preis für Platin belastete die Landeswährung. Er gab 0,5 Prozent nach auf 859 Dollar je Unze, verglichen mit 863,50 Dollar am Dienstag.

„Der Goldpreis ging heute zurück und der Rand hat versucht, mit ihm Schritt zu halten“, sagte Michael Keenan, Marktanalyst bei Econometrix Treasury Management in Johannesburg. Jüngste Zahlen aus der südafrikanischen Wirtschaft konnten den Rand nicht stützen.

Die südafrikanische Zentralbank hat ihre Leitzinsen seit Juni 2003 um sechs Prozentpunkte auf 7,5 Prozent gesenkt, den niedrigsten Stand seit 24 Jahren. Der Finanzminister des Landes Trevor Manuel geht davon aus, dass die 160 Milliarden Dollar (122 Milliarden Euro) schwere Wirtschaft des Kap-Landes in diesem Jahr um 4,3 Prozent wachsen wird. Im vergangenen Jahr lag das Wirtschaftswachstum bei 3,7 Prozent und war damit so stark wie seit vier Jahren nicht mehr. Dabei erhält die Konjunktur Rückenwind von den niedrigen Zinsen und den steigenden Ausgaben für Infrastrukturprojekte – etwa im Bereich Straßenbau, Eisenbahn und Häfen.

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