Wachstumshoffnungen
US-Daten ziehen Rohstoffpreise nach oben

Nach einer kurzen Schwächephase geht es an den Rohstoffmärkten mit den Preisen wieder aufwärts. Öl- und Metallpreise profitieren von den besser aus erwarteten Zahlen zum US-Wirtschaftswachstum. Auch der Goldpreis erholt sich von seinem jüngsten Rückschlag.
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HB FRANKFURT. Die Aussicht auf eine weitere Erholung der Weltwirtschaft hat Anleger am Donnerstag bei Rohstoffen zugreifen lassen. Auslöser für den wachsenden Optimismus war die Rückkehr der US-Wirtschaft auf Wachstumskurs im dritten Quartal. Das Bruttoinlandsproudkt stieg um 3,5 Prozent und damit auch stärker als von Analysten erwartet worden war. Damit steigen Analysten zufolge die Aussichten auf eine stärkere Nachfrage nach Öl und Industriemetallen.

Das Fass US-Öl der Sorte WTI verteuerte sich um 1,4 Prozent auf 78,52 Dollar, erholte sich damit aber nur zum Teil von seinen Vortagesverlusten. Brent wurde ebenfalls 1,4 Dollar teurer bei 76,90 Dollar gehandelt. Am Mittwoch war die Notierung in Reaktion auf steigende US-Benzinbestände, die als Zeichen für eine schwache Nachfrage gelten, gut zwei Dollar eingebrochen.

Unter Experten gibt es allerdings Zweifel, dass ein Ölpreis von rund 80 Dollar derzeit fundamental gerechtfertigt ist. "Wir befinden uns in einem Umfeld mit sehr hohen spekulativen Investitionen", sagte Petromatrix-Analyst Olivier Jakob.

Der Kupferpreis drehte nach Veröffentlichung der US-Wachstumszahlen ins Plus. Die Tonne des Industriemetalls verteuerte sich um 0,8 Prozent auf 6517 Dollar. Auch positive Konjunkturdaten aus Japan unterstützen Händlern zufolge die Metallpreise. Die japanische Industrie erhöhte dank der anziehenden Nachfrage nach Autos und elektronischen Produkten ihre Produktion im September den siebten Monat in Folge.

Der schwächere US-Dollar gab dem Goldpreis Schwung. Die Feinunze des Edelmetalls verteuerte sich im Vergleich zum späten US-Handel am Mittwoch um ein Prozent auf 1037,10 Dollar. In der Nacht war die Notierung auf bis zu 1025,75 Dollar und damit den tiefsten Stand seit gut drei Wochen abgerutscht. Investoren sichern sich oft mit Gold gegen einen schwachen Dollar ab. Analyst Walter de Wet von der Standard Bank wies zudem auf ein "recht ordentliches Interesse auf der physischen Seite" hin, also bei der Nachfrage nach für Schmuck, aus der Industrie oder nach Goldbarren und-münzen.

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