Währung
Abflauen der US-Wirtschaft treibt Euro auf 1,58 Dollar

Der Kurs des Euro hat am Donnerstag mit der Aussicht auf eine deutliche Abkühlung der US-Wirtschaft weiter zugelegt und zeitweise die Marke von 1,58 Dollar erreicht. Im frühen Handel ist die Gemeinschaftswährung wieder etwas abgerutscht und stand bei 1,5 776 Dollar.

FRANKFURT. Dennoch rückte der Euro mit dem jüngsten Kurssprung in die Nähe seines Rekordhochs knapp über 1,60 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittwoch noch auf 1,5 753 (Dienstag: 1,5 639) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete 0,6 348 (0,6 394) Euro.

Händler nannten unter anderem das Sitzungsprotokoll der vergangenen Zinsentscheidung der US-Notenbank als Ursache für die kräftigen Kursgewinne beim Euro. Die US-Notenbank hatte ihre Prognose für das Wirtschaftswachstum 2008 deutlich gesenkt und rechnen zugleich mit einer weiter steigenden Teuerungsrate. Mit der neuen Prognose der obersten amerikanischen Währungshüter sei der Dollar in eine schwierige Lage gekommen, sagte der Devisenexperte John Noonan, von Thomson IFR Markets

Außerdem würden die unerwartet guten ifo-Zahlen zur Stimmung in der deutschen Wirtschaft vom Vortag den Kurs des Euro weiter antreiben, hieß es zudem von Experten. Der überraschende Anstieg des ifo-Geschäftsklimaindex vom Vortag habe die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung in der Eurozone erhöht, begründete Ian Copsey vom Handelshaus Global Forex Trading die Kursgewinne der Gemeinschaftswährung.

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