Währung
Analysten schrauben Euro-Kursziel höher

Der Euro hat am Donnerstag mit einem Sprung auf 1,38 US-Dollar seine Rekordjagd fortgesetzt.

HB FRANKFURT. Die europäische Gemeinschaftswährung kostete in der Spitze 1,3800 US-Dollar. Dies ist der höchste Stand in der achteinhalbjährigen Geschichte des Euro.

Die Experten der LBBW sehen aus technischer Sicht mit dem Bruch von 1,3780 Dollar eine beschleunigte Aufwärtsbewegung im Gange, die direktes Potenzial bis 1,3850 Dollar eröffnet habe. Kurse unterhalb von 1,3690 Dollar auf Stundenschlussbasis seien dagegen ein „Warnsignal“, so Analyst Jürgen Meyer.

Die Commerzbank sieht vor dem Hintergrund des voraussichtlich ausgeweiteten US-Handelsdefizits und möglicherweise schwachen Einzelhandelsumsätzen am Freitag die Aufmerksamkeit bereits auf die Marke von 1,40 Dollar gerichtet. Von der Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires befragte Bankökonomen erwarten von der US-Handelsbilanz im Konsens einen Fehlbetrag von 60,2 Mrd. Dollar, nachdem im Vormonat ein Defizit von 58,5 Mrd. Dollar verzeichnet worden war. Die Daten werden am Nachmittag veröffentlicht.

Bereits gestern hat Thomas Theuerzeit, technischer Analyst bei der Postbank, das Kursziel der europäischen Gemeinschaftswährung auf 1,41 Dollar hochgeschraubt. Eine direkte Bewegung dorthin werde aber nicht erwartet, schreibt er, vielmehr zunächst ein Test des Ausbruchsniveaus von 1,3683 zu erwarten.

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Seit Dienstag ist der Kurs des Euro um knapp zwei Cent gestiegen. Händler begründen den Kursschub mit einer globalen Dollar-Schwäche, die durch Sorgen über die Krise am US-Immobilienmarkt ausgelöst wurde. Auch die Aussicht auf weiter steigende Leitzinsen in der Eurozone stütze den Euro.

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