Währung
Eurokurs unter 1,45 Dollar gefallen

Der Kurs des Euro ist am Montag unter 1,45 Dollar gefallen. Der Höhenflug der europäischen Währung ist damit vorübergehend gestoppt. Wegen der anhaltenden Unsicherheit angesichts der Hypothekenmarktkrise in den USA dürfte die US-Währung in den kommenden Tagen jedoch wieder unter Druck geraten.

dpa-afx FRANKFURT. Nach dem Höhenflug in der vergangenen Woche ist der Kurs des Euro am Montag unter 1,45 Dollar gefallen. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde am Nachmittag mit 1,4471 Dollar gehandelt. Ein Dollar war 0,6908 Euro wert. Noch am Freitagabend war der Euro auf einen neuen Rekordstand von 1,4527 Dollar geklettert. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,4488 (Freitag: 1,4479) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete 0,6902 (0,6907) Euro.

„Die Abwärtstendenz für den Dollar bleibt intakt“, sagte Carsten Fritsch Devisenexperte von der Commerzbank. Der Dollar habe am Montag etwas von der gestiegenen Risikoaversion profitiert, da US-Anleger Gelder aus dem Ausland wieder in die USA zurückgeführt hätten. Die anhaltende Unsicherheit angesichts der anhaltenden Hypothekenmarktkrise in den USA, dürfte den Dollar jedoch in den kommenden Tagen wieder belasten. So kämpft der größte US-Finanzkonzern Citigroup infolge der Kreditkrise mit neuen Rekordabschreibungen in Milliardenhöhe.

Entscheidend für die weitere Kursentwicklung in der laufenden Woche dürfte die Zinsentscheidung der EZB an diesem Donnerstag sein, sagte Fritsch. Sollte der Ton der Notenbank stärker die Inflationsrisiken betonen, als vom Markt erwartet, dürfte dies den Dollar belasten. Der Leitzins sollte laut Fritsch jedoch weiter bei 4,0 Prozent verharren.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,69620 (0,69510) britische Pfund, 165,39 (166,88) japanische Yen und auf 1,6687 (1,6730) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London mit 796,50 (796,50) Dollar gefixt.

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