Währung
Gewinnmitnahmen drücken Euro unter 1,33 Dollar

Gewinnmitnahmen haben den Euro am Montag wieder unter die Marke von 1,33 Dollar gedrückt. Zuvor hatte die Gemeinschaftswährung im asiatischen Geschäft mit 1,3367 Dollar den neunten Handelstag in Folge ein 20-Monats-Hoch zur US-Währung markiert.

HB FRANKFURT. „Wir sind in den letzten Tagen sehr schnell nach oben gelaufen. Daher ist es nicht ungewöhnlich, wenn einige Anleger Gewinne mitnehmen“, sagte ein Händler. Er sprach auch von Gerüchten am Markt, wonach Zentralbanken aus dem asiatischen Raum Abgabeinteresse signalisiert hätten.

Der Euro notierte am Vormittag im europäischen Geschäft bei 1,3290 Dollar. Am Freitag hatte die Gemeinschaftswährung nach überraschend schwachen US-Konjunkturdaten, die Investoren als ein weiteres Indiz für eine Abkühlung der US-Wirtschaft ansahen, rund einen US-Cent zum Dollar gewonnen. Nach Einschätzung des Händlers dürfte der Euro nicht unter die Marke von 1,3230 Dollar fallen. „Dann dürfte ein neuer Versuch unternommen werden, die Marke von 1,35 Dollar zu knacken“, sagte er.

Ihr Hauptaugenmerk richten die Investoren auf die Sitzung des Rats der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag, von dem eine weitere Zinserhöhung um 25 Basispunkte auf dann 3,5 Prozent erwartet wird. Der Markt rechnet mit ersten Hinweisen von EZB-Präsident Jean-Claude Trichet auf die Zinspolitik 2007.

Die große Mehrheit der Bankenvolkswirte geht von einer weiteren geldpolitischen Straffung aus. Allerdings sprechen inzwischen einige Faktoren für etwas geringeren Preisdruck. Einem Zeitungsbericht zufolge rechnet die EZB daher damit, dass die Inflation in der Euro-Zone 2008 erstmals seit acht Jahren die Zwei-Prozent-Schwelle unterschreiten wird. Allein der gesunkene Ölpreis lasse eine Reduzierung der Inflationsprognose durch die EZB für 2007 erwarten, sagte Helaba-Trust-Analyst Ralf Umlauf. Sollte es allerdings zu keiner nennenswerten Abwärtskorrektur der Inflationsprojektion kommen, „wäre dies ein Indiz für eine weitere Straffung der Geldpolitik über das Jahr 2006 hinaus“, ergänzte er.

Zum japanischen Yen kletterte der Euro zu Wochenbeginn zunächst mit 154,17 Euro auf ein Allzeithoch, ehe Gewinnmitnahmen einsetzten. Der Dollar notierte mit 115,67 Yen über seinem Freitagstand von 115,42 Yen. Zur Schweizer Währung erholte sich der Dollar auf 1,1966 Franken, nachdem er zum Wochenschluss auf den tiefsten Stand seit 18 Monaten gefallen war.

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