Währung notiert bei 1,2545 Dollar: Experten zweifeln an weiterem Euro-Anstieg

Währung notiert bei 1,2545 Dollar
Experten zweifeln an weiterem Euro-Anstieg

Analysten rechnen nach der Erholung der vergangenen Tage wieder mit einer Korrektur des Euro. Grund sei der wachsende politische Druck auf die Europäische Zentralbank, den Anstieg der Währung zu stoppen.

HB FRANKFURT. „Nach dem Erreichen des Rekordhochs vor zwei Wochen hat der Euro zunächst abgegeben, ist dann nach oben gelaufen und verliert nun wieder“, fasste Analyst Eugen Keller vom Bankhaus Metzler zusammen. „Aus technischer Sicht könnte es durchaus sein, dass wir an einer Trendumkehr arbeiten.“ Andere Analysten stellten ebenfalls ein markttechnisch zumindest gemischtes Bild fest. „Die derzeitige Konsolidierung sollte sich daher zunächst fortsetzen“, hieß es in einem Marktkommentar der Helaba Trust.

Am Vormittag notierte der Euro mit rund 1,2545 Dollar nach 1,2587 Dollar zu Handelsschluss am Freitagabend in New York.Vor genau zwei Wochen hatte die Gemeinschaftswährung mit knapp 1,29 Dollar ihren höchsten Stand seit ihrer Markteinführung im Januar 1999 erreicht. Nach dem jüngsten Auf und Ab des Euro sagte Analyst Keller: „Die Wahrscheinlichkeit, dass der Euro neue Höchststände erreichen wird, hat sich zumindest für die kommenden Monate verringert.“

Als Grund für die Euro-Einbußen am Montag führte Keller Äußerungen des französischen Finanzministers Francis Mer vom Wochenende an. „Die Worte Mers, dass die EZB die Zinsen senken könnte wenn der Euro weiter steigt, stehen heute im Raum.“ Nach den Worten Mers berieten die Finanzminister der Euro-Zone am Wochenende mit EZB-Präsident Jean-Claude Trichet über eine mögliche Zinssenkung. Damit war Mer der erste Politiker, der öffentlich sagte, eine Zinssenkung sei eine Option, die diskutiert werde. Der Minister deutete außerdem an, die Möglichkeit einer Zinssenkung werde beim Treffen der Finanzminister und Notenbankchefs der sieben führenden Industriestaaten (G-7) Anfang Februar in Florida auf dem Tisch liegen. Aus europäischen Diplomatenkreisen war am Freitag verlautet, die Euro-Gruppenminister würden dem G-7-Treffen erklären, eine weitere Stärkung des Euro könne die EZB zur Lockerung ihrer Geldpolitik veranlassen.

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