Währung unter Druck
Enttäuschte Spekulanten lassen den Euro fallen

Innerhalb kurzer Zeit hat Europas Währung gegenüber dem Dollar kräftig an Wert verloren. Die Investoren sind alarmiert. Experten plädieren nun für eine radikale Lösung, um den Euro zu retten.
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FrankfurtDie Anleger treiben ein seltsames Spiel mit dem Euro. Erst können sie nicht genug davon kriegen, wochenlang legt der Kurs zu, fast bis auf 1,50 Dollar. Dann lassen sie Europas Währung innerhalb kurzer Zeit abstürzen. In nur einer Woche geht es runter bis auf 1,41 Dollar. Das zeigt vor allem eines: wie nervös Investoren sind. "Die Märkte reagieren zurzeit eher auf Schreckensszenarien in der Presse als auf tatsächlich belastbare Entscheidungen", sagt Torsten Gellert, Deutschland-Chef des Devisenbrokers FXCM. Aktuell notiert der Euro bei 1,416 Dollar

Je nachdem ob die Anleger gerade auf die Schuldenkrise in den USA oder die in Europa anspringen, fällt entweder der Dollar oder der Euro. "Die deutlichen Preisschwankungen spiegeln die Unsicherheit über die zukünftige Entwicklung auf beiden Seiten des Atlantiks wider", sagt Hans-Peter Burghof von der Universität Hohenheim. Daran werde sich nur dann etwas ändern, wenn eine der beiden Seiten ihr Schuldenproblem glaubwürdig löse. Ob das überhaupt gelinge, sei nicht vorhersehbar.

Die Spekulanten, das zeigen Daten von den Terminmärkten, haben lange auf einen schwachen Dollar gewettet. Sie steuern nun um. "Spekulativ orientierte Anleger besitzen sehr hohe Verkaufspositionen gegenüber dem US-Dollar, die sie irgendwann wieder einlösen müssen. Dann dürfte sich die US-Währung zeitweise deutlicher erholen", erklärt Christian Apelt, Devisenanalyst der Helaba.

Im Nachhinein erscheint die wochenlange Rally des Euros übertrieben. "Selbst als Portugal gerettet werden musste, ist der Euro weiter gestiegen. Das war nicht gerechtfertigt", sagt David Bloom, Chefstratege für Währungen der britischen Bank HSBC. Der Euro werde sich zunächst in Richtung 1,35 Dollar bewegen, schätzt er.

"Die Sorgen um die griechischen Staatsfinanzen stehen wieder im Fokus der Märkte und haben den Euro kräftig unter Druck gesetzt", erklärt You-Na Park von der Commerzbank. Griechenland wäre ohne weitere Hilfen auf der Stelle pleite. "Solange die EU keine Lösung für Griechenland präsentiert, dürften sich am Markt hartnäckig Spekulationen über eine Umschuldung Griechenland oder gar einen Austritt des Landes aus der Währungsunion halten und den Euro belasten", meint Devisenanalyst Park.

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  • So ist das bei Prognosen......<br/>Der Euro ist seit 15.38 Uhr auf jetzt 1,4235 Euro/USD gestiegen. Von seinem Tiefpunkt Anfang 2010 (ca. 1,20 Euro/USD) hat er sich ganz gut erholt. Die Chefstrategen von Banken wollen lieber Währungsgeschäfte macht. DM, Gulden, Franc, Lira, etc., da läuft Herrn Bloom von der HSBC das Wasser im Mund zusammen. Was wären da für bei den Banken für Währungsabsicherungen möglich.

  • Der Euro hat sich bewährt? Für welches Land? Deutschland hat ein Jahrzehnt unter gigantischen Geldabflüssen ins angeblich sichere Euro-Südeuropa gelitten. Auch andere stärkere Euro-Nordländer haben diese Erfahrung gemacht. Für Südeuropa war der Euro dagegen eine Einladung zum uferlosen Schulden machen. Was hat sich also bewährt? Der Euro hat die Hälfte der Volkswirtschaften wirtschaftlich ruiniert, die andere Hälfe ausgebremst. Niemand hat profitiert, außer den internationalen Banken, die mit uns und der Chaoswährung ein profitables Spiel treiben.

  • Kann man verstehen! Wer will schon in eine Währung investieren, die am Tropf einer Nation hängt, deren Bevölkerung langsam aufwacht und kapiert, daß die Politiker ihr eigenes Volk verkauften!

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