Währungen
Analysten erwarten keinen Euro-Crash

Am letzten Handelstag des Jahres hat der Euro die Talfahrt vorerst beendet und sich etwas vom Jahrestief entfernt. Für 2012 sind die Experten zuversichtlich. Einen Absturz werde es nicht geben, sagen sie.
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TokioAm Freitagmorgen stand die Gemeinschaftswährung bei 1,2945 US-Dollar. Ein Dollar kostete damit 0,7723 Euro. Zuvor musste der Euro im Verlauf von zwei Handelstagen herbe Verluste verkraften. Am Vortag sackte der Kurs vor dem Hintergrund der schwelenden Schuldenkrise zeitweise auf 1,2858 Dollar und damit auf den tiefsten Stand seit September 2010.

Händler sprachen am Morgen von einem sehr dünnen Handel an den Devisenmärkten mit wenig Umsätzen. Der Euro habe sich vorerst über der Marke von 1,29 Dollar stabilisieren können. Nach einer Reihe von Versteigerungen italienischer Staatsanleihen in den vergangenen beiden Handelstagen dürfte kurz vor dem Jahresende etwas Ruhe an den Devisenmarkt einkehren, hieß es.

Im Jahr 2011 hat der Euro gegen den Dollar 3,2 Prozent an Wert verloren - und verbucht somit nach 2010 das zweite Jahr in Folge einen Verlust. Viele Experten halten das Minus angesichts der sich nun schon lange hinziehenden Euro-Schuldenkrise aber für relativ moderat.

2012 dürfte es dem Euro kaum besser ergehen. Das alles beherrschende Thema bleibt wohl das gleiche wie im zu Ende gehenden Jahr: die hohe Verschuldung der Staaten in Europa. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble ist allerdings optimistisch, dass die Politik die Probleme in Europa bald wieder in den Griff bekommt. "Ich glaube, dass wir in den nächsten zwölf Monaten so weit sind, dass wir die Ansteckungsgefahren gebannt und die Euro-Zone stabilisiert haben werden", sagte der CDU-Politiker dem Handelsblatt.

Die Mehrheit der Banken erwartet, dass sich der Euro im kommenden Jahr stabil halten oder noch etwas zulegen wird. Nach der Umfrage des Handelsblatt unter 36 Banken und Investmenthäusern rechnen die Experten im Schnitt damit, dass die Gemeinschaftswährung Ende 2012 bei 1,33 Dollar stehen wird.

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Kommentare zu " Währungen: Analysten erwarten keinen Euro-Crash"

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  • Analysten sahen den DAX schon bei 10000 bla bla bla.

  • "Analysten erwarten keinen Euro-Crash"
    Uuuuuups, so schlecht geht´s uns schon? Da werde ich schleunigst alles was flüssig gemacht werden kann in stabile Drittländerwährungen transferieren! Am besten auch noch alle deutschen/europäischen Aktien abstoßen.

    Das kommt davon, wenn man versucht eine absolut sinnlose Kunstwährung als alleiniges und einziges Mittel zu verwenden, um möglichst viele europäische Länder ihrer Indentität zu berauben!

  • Wenn man sich daran orientiert, dass eine Absenkung des EZB Leitzinses bis Ende 2012 auf mindestens 0.5 Przent erwartet wird und die FED den Leitzins nach Ankündigung 2012 stabil halten wird, kann die Prognose für die EUR/USD Parität nur < 1,29 EUR/USD liegen, dazu muss man kein Bankenanalyst sein.

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