Währungen
Devisenmärkte im Ausnahmezustand

Die Panik an den Märkten betrifft auch Devisenanleger. Anleger suchen weltweit nach einem sicheren Hafen. Panik macht sich breit und treibt den Franken auf einen neuem Rekord.
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Die Devisenmärkte sind auch am Freitag in Panikstimmung geblieben. Sicherheit suchende Investoren trieben den Schweizer Franken wiederum auf ein Rekordhoch zum Euro, der Yen legte trotz der Intervention vom Vortag wieder zu. „Rund um den Globus breiten sich die Sorgen über die konjunkturellen Perspektiven aus“, sagte Stratege Roger Peeters von Close Brothers Seydler. „Aber dazu kommt, dass Investoren inzwischen von Panik getrieben handeln.“

Der Dollar sackte zu vielen Währungen weiter ab; selbst der von Investoren ebenfalls als wenig verlässlich bewertete Euro schaffte ein kleines Plus und stieg bis auf 1,4149 (spätes Vortagesgeschäft: 1,4104) Dollar.

Am Rentenmarkt setzte wiederum ein Ansturm auf die „sicheren Häfen“ Bundesanleihen ein: Der richtungsweisende Bund-Future stieg schon im frühen Geschäft um nahezu einen vollen Punkt auf 133,77 Zähler. Die Papiere der schuldengeplagten Euroländer wurden abgestoßen; die Rendite italienischer und spanischer Titel stieg auf Euro-Rekordhochs in Richtung 6,5 Prozent.

Im Verlauf dürften vor allem die Ergebnisse des Gesprächs zwischen Kanzlerin Angela Merkel und dem französischen Staatschef Nicolas Sarkozy interessieren. Mit Blick über den Atlantik werden die Arbeitsmarktzahlen für Juli (14:30 Uhr MESZ) mit nervöser Spannung erwartet.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Währungen: Devisenmärkte im Ausnahmezustand"

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  • wieso erscheinen Bundesanleihen eigentlich so sicher?
    Es muß doch jedem Menschen mit gesundem Verstand klar sein, daß alle Garantien, die die Bundesrepublik den Schuldenmachern gegeben hat, auch eingelöst werden müssen. Kein einziges Land wird sein Schulden jemals tatsächlich zurückzahlen können. Das aber kann auch die BRD nicht mehr und so wird sie in Kürze ebenfalls ihr noch Top Rating verlieren und höhere Zinsen zahlen müssen und das noch weniger können und ihr Rating weiter verlieren.
    Wieso also sollen Bundesanleihen noch in 10 Jahren sicher sein??

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