Währungen: Euro bleibt stabil bei 1,28 US-Dollar

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Euro bleibt stabil bei 1,28 US-Dollar

Der Euro landet nach einem zwischenzeitlichen Höhenflug beinahe auf dem Wert des Vortages. Die Sitzung der Europäischen Zentralbank konnte die Währung nur kurzzeitig beflügeln. Jetzt schauen Anleger in die Zukunft. Welche Notenbank wagt zuerst einen Zinsschritt? Und wie entwickelt sich der US-Arbeitsmarkt?
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HB FRANKFURT. Der Euro bleibt stabil, konnte nur kurz von der angekündigten Fortsetzung der lockeren Geldpolitik durch die Europäischen Zentralbank (EZB) profitiert. Die Gemeinschaftswährung stieg am Nachmittag bis auf 1,2848 Dollar, verringerte das Plus im Handelsverlauf jedoch wieder auf 0,1 Prozent bei 1,2812 Dollar.

Die EZB erklärte, den Banken der Euro-Zone noch mindestens bis Januar uneingeschränkt Geld zur Verfügung zu stellen. Den Leitzins beließen die Währungshüter unverändert bei ein Prozent. "Die Verlängerung der Vollzuteilung war keine wirkliche Überraschung für den Markt mehr", sagte Analyst Stefan Schilbe von HSBC Trinkaus. "Angesichts der Unruhe, die wir in einigen europäischen Staaten bezüglich der Probleme im Bankensystem noch haben, ist es eine Mindestzusage an Liquidität."

"Der Eindruck entsteht, dass der Devisenmarkt in Lethargie versinkt", sagte Analyst Eugen Keller vom Bankhaus Metzler. "In den wichtigen Währungsräumen herrscht ein Niedrigzinskartell, deshalb gibt es am Devisenmarkt kaum Bewegung." Früher seien Zinsunterschiede ausschlaggebend für die Entwicklung der Währungskurse gewesen.

Die Frage laute nun, welche Notenbank den ersten Schritt mache. Neben Japan könne dies irgendwann die USA sein, erklärte Keller. EZB-Präsident Jean-Claude Trichet betonte am Donnerstag, dass die Notenbank kein Signal in Richtung einer Änderung des Leitzinses geben wolle. Experten rechnen damit, dass die EZB noch bis weit ins kommende Jahr hinein keine Zinserhöhung ins Auge fasst.

Unterstützung erhielt der Euro Händlern zufolge zudem von der starken Nachfrage bei einer Auktion spanischer und französischer Staatsanleihen in Höhe von insgesamt 12,2 Milliarden Euro. Wenig Auswirkung am Devisenmarkt hatten dagegen US-Konjunkturdaten, die ein gemischtes Bild über die Entwicklung der weltgrößten Volkswirtschaft ablieferten.

Alle Augen richteten sich nun auf die US-Arbeitsmarktdaten am Freitag, sagte Händler Greg Salvaggio von Tempus Consulting in Washington. Die Daten könnten das Bild am Devisenmarkt über Wochen hinweg bestimmen, fügte Marktanalyst Omer Esiner von Commonwealth Foreign Exchange hinzu. Wenn der Arbeitsmarktbericht enttäuschend ausfalle, werde der Dollar wahrscheinlich weiter fallen. Zum Yen verlor die US-Währung am Donnerstag 0,2 Prozent auf 84,27 Yen.

Am Rentenmarkt notierte die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe bei 2,245 Prozent. Der Bund-Future fiel um 48 Ticks auf 132,59 Zähler. "Die Musik spielt heute für uns beim Bund-Future, nachdem er die Marke von 133 Punkten nicht halten konnte", sagte ein Händler. Es könne sein, dass bei einem weiteren Aufwärtstrend an den Aktienmärkten bald die Marke von 130 Stellen getestet werde.

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