Währungen
Euro fällt auf tiefsten Stand seit November 2013

Der Euro ist auch unter die Marke von 1,35 US-Dollar gefallen. Damit setzte ein kleiner Ausverkauf ein. Am Morgen musste für einen Euro noch ein halber Cent mehr gezahlt werden.
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Frankfurt/MainDer Euro ist am Dienstag spürbar unter Druck geraten. Am späten Nachmittag fiel die Gemeinschaftswährung bis auf 1,3459 US-Dollar. Das ist der tiefste Stand seit November 2013. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,3481 (Montag: 1,3518) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7418 (0,7398) Euro.

Ausschlaggebend für die Verluste waren laut Marktteilnehmern weniger handfeste Gründe als vielmehr das Handelsgeschehen: Nachdem der Euro unter die Marke von 1,35 Dollar gefallen sei, hätten zahlreiche Anleger aus Angst vor weiteren Verlusten Euro verkauft. Dies habe den Euro zusätzlich unter Druck gesetzt, war aus dem Handel zu hören. Für diese Sicht spricht auch, dass die Stimmung an den Aktienmärkten gut war, was dem Euro für gewöhnlich zugutekommt.

Zusätzliche Belastung kam durch robuste Konjunkturdaten aus den USA. Zahlen vom einst krisengeschüttelten Immobilienmarkt deuteten darauf hin, dass die zwischenzeitliche Schwächeperiode seit Jahresbeginn überwunden sein könnte. Zudem zeigten neue Preisdaten, dass die Phase niedriger Inflationsraten wohl vorüber ist. Zum Jahresende hin dürfte sich der Preisauftrieb schrittweise verstärken, erwarten die US-Volkswirte der Deutschen Bank. Eine erste Zinserhöhung durch die amerikanische Notenbank nach der Krise rückt damit immer mehr in Reichweite.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,79050 (0,79150) britische Pfund, 136,93 (136,97) japanische Yen und 1,2151 (1,2144) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London mit 1310,25 (1311,50) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 30 640,00 (30 720,00) Euro.


dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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