Währungen: Euro fällt unter 1,30 Dollar

Währungen
Euro fällt unter 1,30 Dollar

Investoren spekulieren auf eine weitere Zinssenkung in der Euro-Zone. Auch Italien sorgt weiter für Unsicherheit. Das belastet den Euro. Erstmals seit zwei Monaten ist der Kurs unter die Marke von 1,30 Dollar gefallen.
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Im Nachmittagshandel rutschte der Euro erstmals seit zwei Monaten wieder unter die Marke von 1,30 US-Dollar auf 1,2965 Dollar. Der Dollar kostete damit 0,7692 Euro.

Neue Konjunkturdaten brachten die Gemeinschaftswährung kurz vor dem Wochenende unter Verkaufsdruck. Die Inflationsrate ist nach vorläufigen Berechnungen der Statistikbehörde Eurostat im Februar auf 1,8 Prozent gefallen, und damit unter die von der EZB anvisierte Zielmarke.

Die niedrige Inflation im Euroraum eröffnet der EZB Spielraum für eine weitere Zinssenkung. Für 2013 erwartet die Notenbank laut der jüngsten Projektion einen Anstieg der Verbraucherpreise um 1,8 Prozent. „Sie hält sich damit die Tür für eine Zinssenkung offen“, sagte Commerzbank-Experte Christoph Weil.

Zudem wurde die Gemeinschaftswährung durch schwache Daten vom Arbeitsmarkt belastet. Auch neue Umfragewerte, die unter den Einkaufsmanagern des Euroraums erhoben wurden, sorgten für Unsicherheit am Devisenmarkt. Das Euro-Krisenland Italien bereitet nicht nur wegen der Unsicherheit nach den Wahlen Sorgen, sondern auch beim Wirtschaftsausblick. In den Vorstandsetagen italienischer Industrieunternehmen trübte sich die Stimmung im Februar überraschend stark ein.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,86470 (0,86300) britische Pfund, 120,53 (121,07) japanische Yen und 1,2245 (1,2209) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1582,25 (Vortag: 1588,50) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 38 030,00 (38 360,00) Euro.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Währungen: Euro fällt unter 1,30 Dollar"

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  • Schade dass die Trivialisierung der Gesellschaft sich in derartigen Leserkommentaren widerspiegelt. Ich wuerde mir wuenschen, das es wieder ist wie vor 30 Jahren. Damals flog die undercover species erstmals nach Mallorca, las die Bildzeitung, sass in der Eckkneipe, aber masste sich keine Kommentare in Wirtschaftsblaettern an. Bitte ausdruecklich um Entschuldigung.

  • Oje?

  • Entscheidend ist hier der Einkaufsmanager Index und die Charttechnik der Divisen, es wurde einfach eine wichtige Marke innerhalb der Charttechnik durchbrochen und schon arbeiten die Hochfrequenz-Rechner...ich bleibe weitere hin flat. Greetz Kukaratcha

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