Währungen: Euro klettert über 1,30 Dollar

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Euro klettert über 1,30 Dollar

Der Schuldenschnitt Griechenlands nimmt Formen an. Die Hoffnung auf eine Einigung hilft dem Euro - die Gemeinschaftswährung klettert wieder über 1,30 Dollar. Die Renditen südeuropäischer Anleihen geben nach.
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FrankfurtDie Schlagzeilen zur Euro-Krise haben am Montag den Takt am Devisenmarkt vorgegeben. Vor allem die Hoffnung auf Fortschritte in den Verhandlungen um einen griechischen Schuldenschnitt verschaffte der Gemeinschaftswährung Auftrieb. Der Euro stieg im Tagesverlauf um fast eineinhalb US-Cent auf 1,3013 Dollar - und notierte damit so hoch wie seit fast drei Wochen nicht mehr. Nach Einschätzung des französischen Finanzministers Francois Baroin scheint eine Einigung zwischen Griechenland und seinen Gläubigern Form anzunehmen. Am Wochenende waren die Gespräche der Regierung mit den Gläubigerbanken über einen Forderungsverzicht von rund 100 Milliarden Euro unterbrochen worden.

„Athen läuft die Zeit davon und alle setzen darauf, dass wir hier bald etwas Konkretes präsentiert bekommen“, sagte ein Händler. Am Nachmittag kommen die Euro-Finanzminister in Brüssel zusammen, um über das weitere Vorgehen bei der Sanierung der griechischen Staatsfinanzen zu beraten. Ziel ist es, den Schuldenstand des Landes bis 2020 von 160 auf 120 Prozent der jährlichen Wirtschaftskraft (BIP) zu reduzieren. Nur dann würden EU und IWF Griechenland ein neues Hilfspaket über 130 Milliarden Euro gewähren. Ohne frisches Geld droht dem Land im März ein ungeordneter Bankrott, wenn Staatsanleihen im Volumen von 14,5 Milliarden Euro bedient werden müssen.

Börsianer machten aber auch die erneute Diskussion um eine Aufstockung der europäischen Hilfsfonds für die Kursaufschläge beim Euro verantwortlich. Norbert Barthle, Chef-Haushälter der Union im Bundestag, hatte in einem Zeitungsinterview die Idee, EFSF und ESM parallel laufen zu lassen, wieder ins Gespräch gebracht. Der italienische Ministerpräsident Mario Monti drängt einem Magazinbericht zufolge darauf, die Finanzkraft des ESM zu verdoppeln. Der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB)Mario Draghi schlage in diesem Zusammenhang vor, ungenutzte Mittel des EFSF dem ESM zuzuschlagen, statt diese miteinander zu verrechnen, berichtete der „Spiegel“ weiter. Die Bundesregierung betonte, sie sei offen für Diskussionen rund um den ESM. Allerdings glaube sie derzeit nicht, dass das Volumen des Rettungsfonds verdoppelt werden müsse.

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  • @ KeepCool,
    das frage ich mich auch, der Euro ist sogar gestiegen!
    Ich denke dass alle Medien ihre Freiheit, wegen der überlebensnotwendige Werbeeinnahmen, verloren haben und zur Stimmungsorgane des deutschen Geldadels und Großkonzerne entartet sind.

  • Worin besteht die in der Überschrift angeführte Lähmung?

  • Lest die Deutschen-Mittelstands-Nachrichten. Da werdet Ihr richtig informiert, was hier gerade abläuft.
    www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de

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