Währungen
Euro pendelt sich bei 1,50 Dollar ein

Der Euro hat sich am Dienstagmorgen nahe 1,50 Dollar eingependelt. Der Handel verlief heute ruhig. Investoren warten auf die EZB-Sitzung am Donnerstag.

Der Euro hat sich am Mittwoch vor der mit Spannung erwarteten Ratssitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag kaum verändert. Am späten Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,5080 US-Dollar und damit so viel wie am Morgen. Die EZB hatte den Referenzkurs am Mittag auf 1,5090 (Dienstag: 1,5074) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,6627 (0,6634) Euro.

„Beim Euro-Dollar-Kurs hat sich heute kaum etwas getan“, sagte Devisenexperte Stephan Rieke von der BHF-Bank. Offenbar hätten sich die Marktteilnehmer am Vortag der EZB-Sitzung und vor dem US-Arbeitsmarktbericht am Freitag zurückgehalten. „Im Vorfeld dieser wichtigen Ereignisse will sich niemand die Finger verbrennen.“ Zudem seien Impulse vom Aktienmarkt im Gegensatz zu den Vortagen ausgeblieben.

Experten sind sich zwar sicher, dass die EZB ihren Leitzins auch im Dezember konstant bei 1,0 Prozent halten wird. Erwartet werden aber Hinweise über den seit Wochen angekündigten „Ausstieg“ aus der sehr expansiven Geldpolitik. „EZB-Chef Jean-Claude Trichet hat diese Erwartungshaltung mit angefacht, da er zuletzt mehrfach auf die morgige Sitzung des Rats verwiesen hat“, sagte Rieke. Seit der Finanzkrise versorgt die EZB - wie auch viele andere Notenbanken - die Geschäftsbanken mit erheblicher Liquidität zu einem sehr geringen Zins. Diese Hilfen dürften nun zusehends verringert werden.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,90430 (0,90985) britische Pfund , 131,55 (131,02) japanische Yen und 1,5072 (1,5079) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit einem Rekordwert von 1.212,50 (1.192,50) Dollar gefixt. Der Kilobarren kostete 25.824,90 (25.469,20) Euro.

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