Währungen
Euro schafft fulminantes Comeback

Große Entscheidungen werfen ihre Schatten voraus: Einen Tag vor dem Treffen zwischen Merkel und Sarkozy steigt der Euro steil an. Das hat er der Schwäche der USA zu verdanken - und der EZB.
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FrankfurtDer Euro hat heute seine Schwächephase überwunden und zeigt eine längst vergessene Stärke. Die Schwäche der USA treibt die Anleger in die Gemeinschaftswährung. Aktuell notiert die europäische Gemeinschaftswährung 1,2 Prozent besser bei 1,4440 US-Dollar.

Nicht nur die Erwartungen an beide Staatschefs stimmen die Anleger zuversichtlich. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat heute ihr Geheimnis gelüftet, wie sie in den vergangenen Tagen im Anleihenmarkt eingegriffen hat. Die EZB kaufte für 22 Milliarden Euro Staatsanleihen von Euroländern - mehr als je zuvor. Insgesamt hat sie nun für 96 Milliarden Euro Staatsanleihen in ihrer Bilanz.

Wahrscheinlich griffen die Notenbanker vor allem bei italienischen und spanischen Titeln zu. Händler hatten in den zurückliegenden Tagen immer wieder davon berichtet, dass die Notenbank am Anleihemarkt zugunsten dieser Länder aktiv sei. Allerdings hatten die Märkte mit deutlich größeren Anleihekäufen gerechnet.

„In der Höhe der EZB-Käufe jetzt spiegelt sich schon ein wenig die widersprüchliche Haltung des EZB-Rats bei dem Thema wider - man musste kaufen, aber eigentlich wollte man nicht wirklich kaufen. 22 Milliarden Euro ist nicht besonders aggressiv“, sagt Commerzbank-Analyst Michael Schubert. Die Anleger könnten schlussfolgern, dass es nicht zu schlecht um den Euro stand - und die EZB ihr Pulver für weitere Rettungsaktionen noch nicht verschossen hat.

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Kapitalabflüsse belasten den Dollar

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  • Wer die volkwirtschaftlichen Gesetze außer Kraft setzt oder misachtet, setzt eine unendliche Abwärtspirale in Gang. Das fing mit GR an. Statt aus der EURO-Zone auszutreten und/oder eine ordentlich Insolvenz hinzulegen, wie viele anderen Staaten schon vorher, wird erfolglos immer weiter kuriert. Wie überall, gehören immer zwei dazu: einer der das will und einer der das mitmacht: Letzteres ist Deutschland, dass mit seinen unendlichen Bürgschaften (und späteren Zahlungsverpflichtungen) die ökonomischen Grundsätze außer acht lässt, nämlich einen Wechselkursmechanismus, der unterschiedlichen inländischen Produktivitäten ausgleicht. Ersatzweise könnten entweder strenge Kontrollen in der EURO-Zone auf eine einheitliche, synchrone Wirtschafts- und Finanzpolitik eingesetzt werden, aber nur wenn sicher ist, dass nicht "getrickst" wird, wie von GR schon vorgemacht. Oder es gibt eine EURO-Regierung nach dem Muster der USA (mit 49 Bundesstaaten). Die Dummen werden allderdings die Fleißigen sein, weil sie über die Transferunion die Faulenzer mit ernähren werden. Diesen Weg hat Deutschland schon eingeschlagen. Die EURO-BONDS werden die Transferunion noch verfestigen, auf alle Zeiten. Mir tun heute schon meine Enkelkinder leid, die wie wir z. Zt. nicht bis zum 7. Juli eines Jahres für den Staatsapparat arbeiten müssen. Dieser Tag wird in einigen Jahren auf Mitte September verlegt, zunächst erst mal. Bitte, wer glaubt denn wirklich, dass sich die ökonomischen und finanzpolitischen Mentalitäten der Südländer eines Tages an die mittel- und nordeuropäischen Normen anpassen werden? Die falsch verstandene Solidarität der Geberländer verdeckt dieses Hauptproblem, das selbst nach zehn Generationen nicht kompatibel werden wird. Die Lösung könnte sein: ein Süd- und ein Nord-EURO. Die EU selbst wird davon nicht berührt. Wenn Deutschland die niedrigste Geburtenrate hat, dann haben wir kluge junge Menschen, die ihren Nachkommen diese Zukunft in Transfereuropa nicht zumuten wollen.

  • Die 'Chance eine Familie zu werden in Europa' hätten wir, wenn alle Völker freiwillig per Volksabstimmung beigetreten wären. Was wir jetzt haben ist eine unheilige Mesalliance von NWO-Fanatikern, die den europäischen Mittelstand zerstören und uns dann die letzten Freiheiten nehmen werden.

    @ Handelsblatt: die Überschrift glaubt ihr jetzt nicht wirklich, oder? Enttäuscht mich nicht auch noch ... wo gibt es in der Presse noch echte Volkssolidarität?

  • Gott wer wollte nicht schon in Europa führen oder auch alles vernichten . Und jetzt haben wir die Chance eine Familie zu werden .

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