Währungen
Euro verliert zum Dollar

Der Handel zum Wochenauftakt beginnt ruhig, für die europäische Gemeinschaftswährung aber auch etwas schleppend. Damit setzt sich der Trend vom Freitag fort.
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Frankfurt/TokioDer Euro hat am Montag zunächst wenig Bewegung gegenüber dem Dollar gezeigt. Am Nachmittag setzten sich jedoch Kursverluste durch. Unterstützung für den Dollar kam von der Anhebung des Rating-Ausblicks für die USA durch Standard & Poor's von „negativ” auf „stabil”.

Die Gemeinschaftswährung wurde zuletzt mit 1,3202 Dollar gehandelt, 0,1 Prozent schwächer. Im vorläufigen Tageshoch war der Euro bis auf 1,3230 Dollar gestiegen, im Tief auf 1,3178 Dollar gesunken. Am Freitag hatte der Euro nach robusten US- Arbeitsmarktdaten 0,2 Prozent verloren.

Zuvor waren Konjunkturdaten aus der Eurozone besser ausgefallen als erwartet. Der Sentix-Konjunkturindex für den Euroraum stieg im Juni auf minus 11,6 Zähler, nach minus 15,6 im Vormonat. Zudem zog die Industrieproduktion in Frankreich im April überraschend stark an, während die Erzeugung in Italien unerwartet zurückging.

Den Dollar unterstützten weiterhin auch Spekulationen, dass die Federal Reserve ihre quantitative Lockerung verringern könnte. Marktteilnehmer versprechen sich Hinweise auf den gelpolitischen Kurs der US-Notenbank von der im Tagesverlauf anstehenden Rede von James Bullard, Präsident der Federal Reserve Bank von St. Louis.

„Ich erwarte, dass der Dollar widerstandsfähig sein wird, wegen der fortwährenden Erwartung, dass die Fed ihre geldpolitische Lockerung zurückfahren wird”, sagte Daisaku Ueno, leitender Stratege für Devisen und Festverzinsliche von Mitsubishi UFJ Morgan Stanley Securities Co. in Tokio. „In Japan besteht der Eindruck, dass die japanische Notenbank irgendwann weitere Lockerungsschritte einleiten wird.”

Der Yen gab 1,2 Prozent zum Euro nach auf 130,51 Yen. Zum Dollar schwächte sich die japanische Devise um 1,3 Prozent ab auf 98,84 Yen. Japans Wirtschaft wuchs im ersten Quartal mit 4,1 Prozent stärker als von der Regierung prognostiziert. Daraufhin kletterten die Kurse am japanischen Aktienmarkt.

Der Schweizer Franken wurde zum Euro 0,2 Prozent leichter bei 1,2394 Franken gehandelt und verlor gegenüber dem Dollar 0,3 Prozent auf 93,86 Rappen. Die saisonbereinigte Arbeitslosenquote in der Schweiz ist im Mai wie erwartet auf 3,2 Prozent gestiegen, das höchste Niveau seit 2010. Der Einzelhandelsumsatz legte im April auf Jahressicht real 3,3 Prozent zu.

Die türkische Lira fiel auf mehr als 2,50 Lira je Euro. Im Tagestief bei 2,5138 Lira je Euro notierte die türkische Devise auf dem tiefsten Stand seit dem 21. Oktober 2011, zeigen Bloomberg-Daten. Die Lira war gegenüber allen 17 weltweit meistgehandelten Währungen unter Druck, den südafrikanischen Rand ausgenommen. Die Proteste gegen die Regierung von Ministerpräsident Tayyip Erdogan dauerten auch am Montag an. „Das politische Risiko in der Türkei konkretisiert sich”, sagte Devisenstratege Ipek Ozkardeskaya von der Swissquote Bank in Genf. Am Nachmittag notierte die Lira zum Euro bei 2,5042 rund ein Prozent leichter zum Euro.

Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur

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  • Etwas anderes als eine Parität 1:1 zum Dollar ist für den Euro nicht angebracht und schadet nur dem Aussenhandel.
    Bis der EURO wieder ganz abgeschafft ist, sollte er sich dort einpendeln.

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