Währungen US-Notenbank setzt Dollar unter Druck

Der US-Dollar hat mit deutlichen Abgaben auf Andeutungen der US-Notenbank Fed reagiert, die Gelddruckmaschine vielleicht sogar schon bald anzuwerfen. Die Fed beließ den Leitzins auf seinem historischen Tiefstand, zeigte sich aber besorgt über die Wachstumsschwäche in den USA.
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Fed-Chef Bernanke: Der Leitzins der US-Notenbank bleibt unverändert. Quelle: Reuters

Fed-Chef Bernanke: Der Leitzins der US-Notenbank bleibt unverändert.

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HB WASHINGTON. Die US-Notenbank Fed will der zähen Erholung der US-Wirtschaft notfalls mit zusätzlichen Konjunkturstützen Beine machen. Der Euro legte daraufhin gegenüber dem Dollar bis auf 1,33 Dollar zu. Damit fiel der Dollar auf den tiefsten Stand seit sechs Wochen. Und auch der japanische Yen Gewann zum Greenback wieder deutlich an Wert. Zum Yen fiel der Dollar unter die 85-Yen-Marke.

Neue milliardenschwere Geldspritzen zur Stärkung der Wirtschaft blieben bei der Zinssitzung der Fed am Dienstag zwar aus. Die Notenbanker kündigten jedoch an, bei einer Eintrübung der Konjunkturlage geldpolitisch nachlegen zu wollen. Einige Experten rechnen damit, dass es bereits Anfang November soweit sein wird. Die Zentralbanker um Fed-Chef Ben Bernanke beließen den Leitzins wie erwartet in einem Band von null bis 0,25 Prozent.

Der Schlüsselzins werde voraussichtlich noch für geraume Zeit außerordentlich niedrig bleiben müssen, kündigte die Fed nach der Sitzung des Offenmarktausschusses in Washington weiter an. Sie behielt damit die in der Krise geprägte Formel bei, die den Märkten lange Ruhe an der Zinsfront signalisiert.

Die Notenbank geht davon aus, dass das Tempo der Konjunkturerholung in den USA vorerst moderat bleiben wird. Das Wachstum hatte sich im Frühjahr stark verlangsamt und damit die Sorge ausgelöst, der Aufschwung könne auf der Kippe stehen. Für diesen Fall steht die Fed nun Gewehr bei Fuß: „Der Ausschuss ist bereit, bei Bedarf weitere Maßnahmen zur Stützung der konjunkturellen Erholung zu ergreifen.“ Zudem halte man sich Maßnahmen offen, um die derzeit gedämpfte Inflationsentwicklung im Laufe der Zeit wieder auf ein höheres Niveau zu bringen, das besser für Preisstabilität und Vollbeschäftigung sei.

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4 Kommentare zu "Währungen: US-Notenbank setzt Dollar unter Druck"

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  • Zitat: "Zudem halte man sich Maßnahmen offen, um die derzeit gedämpfte inflationsentwicklung im Laufe der Zeit wieder auf ein höheres Niveau zu bringen, das besser für Preisstabilität und Vollbeschäftigung sei."

    ich fürchte, das ist die Schlüsselaussage der gestrigen Sitzung und da sollten eigentlich bei allen die Alarmgocken läuten.

    Der Staat USA wird etwa 2015 (nach Einschätzung der FED) mit rund 20 billionen Dollar insgesamt verschuldet sein. Wenn bernanke und die Notenbank jetzt offiziell auf eine kommende Erhöhung der inflationszahlen nicht nur spekulieren, sondern regelrecht darauf abzielen, heißt das nichts anderes als: Die USA wollen sich über die inflation auf kaltem Wege zumindest in großen Teilen entschulden.

    Ob die internationalen investoren aber auf Dauer bereit sein werden, den amerikanischen Haushalt und die fälligen Zinszahlungen zu fnanzieren, wage ich zu bezweifeln. Wer schießt sich schon gerne selbst in die Füße, auf denen er steht....

  • Es wird deutlich, das eine (unsere) Währung, die durch nichts gedeckt
    ist als dem Versprechen, dass gemachte Schulden irgendwann zurückgezahlt
    werden, durch Überschuldung zerstört wurde.

    Der Prozess der Abwicklung in dem wir uns jetzt befinden wird sicher
    einige Zeit in Anspruch nehmen und dürfte mir erheblichen, sagen wir mal, "Verdauungsproblemen" verbunden sein.
    Alan Greenspan, meiner Meinung nach einer der Hauptverantwortlichen für
    diese Krise, stiehlt mit seiner kürzlich gemachten bemerkung:" Gold is the Canary in the Mine", ben bernanke wieder mal die Show.
    Und Larry Summers geht! Wenn das keine Nachrichten sind. Entweder holt Obama jetzt
    einen berater aus dem Ron Paul Lager, oder das war: "Rette sich wer kann."

  • @mono
    Seien Sie versichert, es ist d e r Offenbarungseid. Die Wirksamkeit jedes geldpolitischen instrumentes versagt, wenn die Verbraucher partout nicht m e h r konsumieren wollen, weil sie aus ihren kreditfinanzierten Wolkenkuckucksheimen hinaus in ihre Welt realer (und miserabler) Verdienste zurückgeschleudert worden sind. An dieser beinharten Realität versagt zunehmend die überkommene Wirtschaftswissenschaft und die darauf basierende "Wirtschaftspolitik" unserer "Eliten". Es werden sich in der nächsten Zeit zwangsläufig die politischen Ratlosigkeiten überbieten, von denen uns die FED seit geraumer Zeit bereits einige bietet. Diese Leute kapieren immer noch nicht, dass die beständig sich fortsetzende Emmission neuer Staatsschulden und deren Janusköpfigkeit, die Milliarden staatliche Sparprogramme, mehr sind als nur eine "geldtechnische" Angelegenheit. Es ist gleichfalls Dummenfang, wenn darüber geschwätzt wird, diese Gelder "neutral" bei passender Gelegenheit den Finanzkreisläufen wieder zu entziehen, ohne "schädliche" Nebenwirkungen eintreten zu lassen.

  • Wow, da wäre ich ja nie drauf gekommen. Das war ja überhaupt nicht zu erwarten. Da werden die börsenkurse aber steigen wie verrückt.

    Was ein Trauerspiel, als könnte die FED irgendwie ein Kaninchen aus dem Hut zaubern und alles wird gut.
    Jeder weiss, das System ist hoffnungslos überschuldet und eine 40 Jahre andauernde Party ist vorbei. Wer es nicht weiss, der ahnt es zumindest.

    Und ben bernanke träumt davon, das er irgendwann mal so bedeutend daher kommt wie Alan Greenspan, als gäbe es nicht wichtigeres.

    in der Privatwirtschaft wäre jetzt der Offenbarungseid fällig.

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