Währungshandel: Fed stürzt Euro nicht

Währungshandel
Fed stürzt Euro nicht

Der Euro bleibt relativ stabil, das neuste Fed-Manöver, sprich zurückgefahrene Anleihenkäufe, zieht nicht so stark, wie erwartet. Investoren setzen auch auf andere Währungen, im Frühhandel profitierte so der Yen.
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SydneyDer Kurs des Euro hat sich am Donnerstag nicht so stark verändert, wie manche Beobachter erwartet hatten. Die US-Notenbank Fed hatte am Vorabend eine weitere Drosselung ihrer Flut des billigen Geldes beschlossen. Am Morgen stand die Gemeinschaftswährung bei 1,3648 US-Dollar. Damit lag sie zwar unter dem Niveau vom Vortag, als die Gemeinschaftswährung mit 1,3662 Dollar aus dem Schlusshandel ging. Zwischenzeitlich stand der Euro allerdings mit 1,3644 bereits schwächer, erholte sich aber wieder.

Die Fed hat das monatliche Volumen ihrer zur Stützung des Wachstums aufgelegten Anleihekäufe um weitere 10 Milliarden Dollar auf 65 Milliarden Dollar reduziert. Ein Abebben der Dollarschwemme stützt die US-Währung. Allerdings hatten Anleger mit der Fed-Entscheidung gerechnet, so dass sich die Reaktionen in Grenzen hielten. Analysten rechnen auch perspektivisch mit kontinuierlichen Schritten in diese Richtung: „Wir gehen davon aus, dass die Fed bis September auf jeder der kommenden Sitzungen ihre Anleihenkäufe um jeweils zehn Milliarden Dollar zurückrauben wird“, sagt Michael Gapen, Volkswirt bei Barclays. „Im Oktober dürfte das Programm dann beendet werden.“

Durch die Straffung der US-Geldpolitik werden Investitionen in den USA wieder attraktiver - Anleger zogen daher zuletzt massenweise Kapital aus den Schwellenländern ab. Analysten befürchten eine anhaltende Abwertung vieler Währungen aus den Emerging Markets. Gegenmaßnahmen wie die drastische Zinserhöhung in der Türkei am Dienstagabend verpufften am Markt. Die türkische Lira verlor am Donnerstag erneut an Wert - ein Dollar kostete 2,2667 Lira nach 2,2580 Lira im Schlussgeschäft des Vortages.

Im fernöstlichen Devisenhandel hatte jedoch vor allem die japanische Währung gegenüber Dollar und Euro am Donnerstag leicht zugelegt. Marktbeobachtern zufolge kauften Investoren den Yen, um auf Nummer sicher zu gehen. Der Dollar gab im frühen Handel zwischenzeitlich um 0,1 Prozent nach auf 102,13 Yen, der Euro verlor ebenfalls 0,1 Prozent auf 139,43 Yen.

Die Schweizer Währung notierte bei 0,8960 Franken je Dollar und 1,2230 Franken je Euro.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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