Währungskorb als Referenz
China erwägt Dollar-Bindung zu lockern

Der Stärke des chinesischen Yuan misst sich am Dollarkurs. Die chinesische Zentralbank überlegt nun, dies zu ändern. Sie will einen Referenzwert errechnen, der auf einem Währungskorb basiert.

PekingChinas Zentralbank hat in Erwägung gezogen, den Yuan nicht mehr so stark an den Dollar zu binden. Stattdessen sollte er mehr in Verbindung mit den Währungen ihrer Nachbarsländer stehen. Dies erklärte die People's Bank of China in einem Beitrag auf ihrer Homepage, wie das Wall Street Journal berichtet.

Es sei sinnvoller, hieß es, den Wechselkurs des Yuan an einem Währungskorb festzumachen als nur am Dollar allein. Man wolle nun ein solches System errechnen, um einen ersten Referenzwert zu erstellen.

Der Kursverfall der chinesischen Währung geht indes weiter. Ein Dollar stieg am Freitag um 0,3 Prozent auf 6,4563 Yuan und war damit so teuer wie zuletzt vor viereinhalb Jahren. Dies befeuerte Diskussionen, wie stark die People's Bank of China (PBoC) die Währung noch abwerten lasse.

Steffen Daniel Meyer
Steffen Daniel Meyer
Handelsblatt Online / Social-Media-Redakteur
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