Währungspolitik
IWF empfiehlt Golfstaaten flexibleres Wechselkurssystem

Die Bindung vieler arabischer Währungen an den Dollar ist nach Meinung des Internationalen Währungsfonds ein Hemmnis für die Geldpolitik am Golf. Auch die Inflation könnten die Staaten mit flexibleren Währungen besser in den Griff bekommen, sagt der IWF.

HB DUBAI. Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat sich einem Zeitungsbericht zufolge für eine Flexibilisierung der Wechselkursregime in den Golfstaaten ausgesprochen. Die Zeitung "Gulf News" berichtet am Donnerstag, der IWF äußere in einem Bericht die Ansicht, dass ein "regulierter, aber weitgehend freier Wechselkurs" den arabischen Golfstaaten eine größere Unabhängigkeit bei der Festlegung ihrer Geldpolitik böte. Dadurch könne die Inflation besser eingedämmt werden, außerdem würden Wechselkursanpassungen infolge von Schocks erleichtert.

Die Einführung eines flexibleren Wechselkursregimes in den arabischen Golfstaaten hält der IWF langfristig für möglich, während die Gründung einer Währungsunion als schwieriger beurteilt wird. Gegenwärtig sind die meisten Währungen der Region an den US-Dollar gekoppelt, so dass die Notenbanken der Golfstaaten trotz hoher Inflationsraten dem Lockerungskurs der Federal Reserve folgen mussten.

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