Währungsstreit: Europa erhöht den Druck auf China

Währungsstreit
Europa erhöht den Druck auf China

Im Währungsstreit mit China will auch die Europäische Union (EU) ihren Druck erhöhen. Auf einem Spitzentreffen am 6. Oktober soll die Volksrepublik zu einer stärkeren Aufwertung ihrer Landeswährung Yuan aufgefordert werden.
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HB LUXEMBURG. Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker sagte am Freitag, er werde mit Chinas Ministerpräsident Wen Jiabao und Notenbankchef Zhou Xiaochuan Währungs- und Wechselkursfragen diskutieren. Am Donnerstag hatte Juncker nach einem EU-Gipfel betont, dass der Yuan im Vergleich zum Euro weiterhin unterbewertet sei und Europa stärker darauf drängen müsse, dass sich dies ändert.

China hatte Mitte Juni in dem seit langem schwelenden Streit mit den USA und der EU eingelenkt und die Koppelung des Yuan an den Dollar gelöst. Kritiker bemängelten allerdings, dass die Regierung nur eine minimale Yuan-Aufwertung zugelassen habe.

„Seitdem sind die Fortschritte - sagen wir - langsam gewesen“, sagte ein Vertreter der EU-Kommission. China wird vorgeworfen, den Kurs der Landeswährung künstlich niedrig zu halten und damit den eigenen Exporteuren unfaire Vorteile zu verschaffen.

Auch US-Finanzminister Timothy Geithner hatte jüngst die Regierung in Peking aufgerufen, den Yuan schneller aufzuwerten.

Zugleich drohte er damit, national und international nach Wegen zu suchen, China in der Frage stärker unter Druck zu setzen. In den USA werden Rufe nach Strafmaßnahmen lauter.

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