Währungswetten: „Das Geld wird aus Bundesanleihen herausfliegen“

Währungswetten
„Das Geld wird aus Bundesanleihen herausfliegen“

Dollar verkaufen, Won kaufen, raten Anlagestrategen. Investoren folgen und ziehen auf der Jagd nach Rendite ihr Geld aus sicheren Positionen ab und investieren in riskantere Währungen. Tendenz steigend.
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Der globale Devisenmarkt im Volumen von jährlich vier Billionen Dollar (2,98 Bill. Euro) zeigt derzeit so viel Vertrauen in die Weltwirtschaft wie schon seit fünf Jahren nicht mehr. Diese Zuversicht rührt nicht zuletzt daher, dass die Zentralbanken kaum Anstalten machen, ihre lockere Geldpolitik in nächster Zeit wieder einzuschränken.

Sogenannte Carry Trades, bei denen Geld in einem Land mit niedrigen Zinsen geliehen und in Währungen mit höherem Risiko investiert wird, stiegen in diesem Jahr bislang um 2,4 Prozent an, wie aus dem Deutsche Bank Carry U.S. Dollar Excess Return Index hervorgeht. Das ist der beste Jahresstart seit 2007. Seit dem Tief des vergangenen Jahres hat der Index 15 Prozent zugelegt.

Die Zentralbanker halten ihren Fuß weiter auf dem Gaspedal, auch wenn die Schuldenkrise in Europa nachlässt, das Wachstum in den USA anzieht und auch China stärker zulegt. Die wachsende Risikobereitschaft der Investoren lässt sich nicht nur daran sehen, dass sie verstärkt in Währungen wie den Rubel, den mexikanischen Peso oder den brasilianischen Real investieren. Sie haben auch die Renditen spanischer Bonds nach unten gedrückt, obwohl das Land noch vor ein paar Monaten Kandidat für eine Rettungsaktion war. Der Standard & Poor's 500 Index kletterte auf den höchsten Stand seit 2007 und am Freitag erreichte auch der Dax ein neues Fünfjahreshoch.

„Was wir 2013 sehen werden, ist etwas mehr Zuversicht - was die Investoren betrifft - in Wachstum”, sagt Vasileios Gkionakis, Chef für weltweite Devisenstrategie bei UniCredit Bank AG in London, im Telefoninterview. „Dies bedeutet, dass sie damit anfangen werden, sich risikoreicher zu positionieren. Indem sie das tun, werden die Carry Trades abheben.”

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„Dollar verkaufen, Rubel kaufen“

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  • Alles besser als im Euro zu bleiben der zu 100% scheitern wird, da er und seine marode Union völlig im Eimer ist.

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