Warten auf EZB und US-Daten
Euro behauptet Marke von 1,28 Dollar

Einen Tag vor der Zinsentscheidung der EZB hat der Euro seinen Vortagesgewinn behauptet und um 1,28 Dollar notiert.

HB FRANKFURT. „Wir rechnen fest damit, dass die EZB morgen die Zinsen um 25 Basispunkte auf drei Prozent anheben wird“, sagte ein Händler am Mittwoch. Dagegen wird in den USA darüber diskutiert, ob die US-Notenbank (Fed) in der nächsten Woche erstmals seit zwei Jahren die Leitzinsen unverändert lassen wird. Auch überraschend gute US-Konjunkturdaten hatten am Vortag am Devisenmarkt diese Spekulation nicht nachhaltig gedämpft und damit dem Euro etwas Aufwind gegeben. Die Europäische Zentralbank (EZB) legte den Referenzwert mit 1,2798 (Vortag 1,2759) Dollar fest. Im Referenzkursverfahren der Banken (EuroFX) stieg der Euro auf 1,2799 (1,2765) Dollar.

Am Donnerstag dürfte neben der Zinsentscheidung die Begründung von EZB-Chef Jean-Claude Trichet im Fokus stehen. „Es kommt wieder auf die Formulierungen an“, sagte ein Händler. Viele Anleger erhofften sich von Trichet Hinweise auf das weitere Tempo und das Ausmaß der nächsten Zinserhöhungen.

Von der am Nachmittag veröffentlichten Beschäftigungsstatistik in der US-Privatwirtschaft gingen kaum Impulse aus. Zwar meldete die Arbeitsagentur ADP mit einem Plus von 99.000 Stellen einen niedrigeren Zuwachs als Analysten erwartet hatten - diese gingen im Schnitt von einem Plus von 155.000 Stellen aus. Doch reagierte der Dollar nur kurz darauf.

Die Zahlen gelten als Vorläufer für die amtliche Arbeitsmarktstatistik, die am Freitag veröffentlicht wird. „Im vergangenen Monat waren die ADP-Daten so daneben, dass heute die Anleger sehr sehr vorsichtig sind“, erklärte ein Händler.

Von Reuters befragte Analysten rechnen für die amtliche Juli-Statistik mit einem Stellenzuwachs außerhalb der Landwirtschaft von 142.000. Einige Händler gehen sogar von einem deutlicheren Zuwachs aus. Sollten die Daten eine weiterhin robuste Verfassung des Arbeitsmarktes signalisieren, fürchten Analysten einen wachsenden Preisdruck. Diesem dürfte die Fed dann mit weiteren Zinserhöhungen begegnen. Seit Juni 2004 hatte die US-Notenbank die Zinsen schon auf 5,25 Prozent von seinerzeit 1,00 Prozent nach oben geschraubt.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%