Warten auf Fed-Entscheidung
Euro auf Vortagesniveau

Im Vorfeld der Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed hat sich der Euro zum Dollar am Dienstag auf dem Niveau vom Montagnachmittag eingependelt.

Reuters FRANKFURT. Am Vorabend hatte die Gemeinschaftswährung zur US-Valuta sogar zulegen können, hatte diese Gewinne aber im Verlauf des Dienstags wieder abgegeben. Hierfür machten Händler vor allem Kursschwankungen verantwortlich, die typisch für einen an Umsätzen armen Handel sind. Im Mittelpunkt stand an den Devisenmärkten die anstehende US-Zinsentscheidung und somit einfach nur Warten.

Der Euro notierte am Nachmittag mit 1,1306 Dollar nach einem EZB-Referenzkurs von 1,1295 Dollar am Montag. Am Montagabend hatte die Gemeinschaftswährung den Handel in New York bei 1,1357 Dollar abgeschlossen. Am Dienstag ermittelte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs mit 1,1312 Dollar. Im Referenzkursverfahren EuroFX wurde der Kurs des Euro mit 1,1320 (Montag 1,1267) Dollar festgelegt.

Die Mehrzahl der Analysten erwartet keinen Zinsschritt der US-Notenbank Fed. Interessant seien aber die Äußerungen zur konjunkturellen Verfassung der USA. Analyst Mitul Kotecha von Credit Agricole Indosuez sagte: „Es wird interessant sein zu sehen, wie optimistisch der Wachstumsausblick der Fed ausfällt und wie die US-Märkte darauf reagieren werden.“ Die Notenbank wird ihre Entscheidung gegen 20.15 Uhr MESZ bekannt geben. Der Zielsatz für Tagesgeld liegt mit einem Prozent auf dem niedrigsten Stand seit mehr als 40 Jahren.

Von Interesse an den Märkten wird am Abend Analysten zufolge die Wortwahl von Fed-Chef Alan Greenspan sein. Dieser habe bereits Mitte Juli vor dem Kongress ein optimistisches Konjunkturbild gezeichnet. Entscheidend sei nun, ob die einsetzende Belebung der Konjunktur für eine Entlastung am Arbeitsmarkt sorgen könne. Die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt schrieben in einem Marktkommentar: „Wir gehen insgesamt nicht davon aus, dass die Fed die Ampeln für die Konjunktur vollkommen auf „grün' stellt. Zusammen mit den abwärtsgerichteten Risiken für die Inflation sollte das Signal der Notenbank klar sein: Die Zinsen bleiben auf absehbare Zeit auf niedrigem Niveau.“

Im Mittelpunkt des Devisenhandels stand am Dienstag auch wieder der japanische Yen wegen eines erwarteten Kapitalrückflusses aus den USA nach Japan. In den USA werden im Wochenverlauf Kuponzahlungen und Auszahlungen von US-Staatsanleihen über rund 75 Mrd. Dollar fällig. Da japanische Investoren große Anteile an diesen Papieren halten, nehmen Marktteilnehmer an, dass zumindest ein Teil des in Treasuries investierten japanischen Kapitals in den Yen zurückfließen wird.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%